Quelle der Daten für diesen Artikel: AGF Videoforschung

Zahlreiche Wintersport-Wettbewerbe abgesagt, Fußball-Bundesliga abgesagt, Silbereisen-Show abgesagt - Das Erste konnte am Samstag kaum eine der Sendungen zeigen, die man ursprünglich geplant hatte. Um so bemerkenswerter, dass Das Erste mit einem Marktantel von 12,5 Prozent trotzdem Tagesmarktführer wurde, wenn auch nur hauchdünn vor dem ZDF, das 12,4 Prozent erreichte. Das lag zum Einen daran, dass die zugkräftigste Wintersportart fast die einzige war, die nicht ausfiel: 3,19 Millionen Zuschauer sahen die Biathleten ab 13:43 Uhr, was 26,2 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum entsprach. 3,85 Millionen waren es zwei Stunden später bei den Biathletinnen, auch hier lag der Marktanteil bei sehr guten 26,0 Prozent.

Doch Das Erste fand auch mit den eingeschobenen Dokus im Sport-Umfeld sein Publikum. So wurde um 13:13 Uhr die Doku "Biathlon - Eine deutsche Geschichte" gezeigt. Mit 1,87 Millionen Zuschauern erzielte sie hervorragende 18,1 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum. Selbst bei den 14- bis 49-Jährigen sah es mit 8,8 Prozent Marktanteil gut aus. Im Biathlon-Sandwich fand sich dann auch ein großes Publikum für die Doku "Alpenrausch im Klimawandel", die sich kritisch mit den Folgen des extremen Alpentourismus auseinandersetzte: 2,21 Millionen Zuschauer wurden gezählt, das reichte für Marktanteile von 17,9 Prozent beim Gesamtpublikum und 9,6 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen.

Nachdem "Brisant" ab 17:10 Uhr mit 2,59 Millionen Zuschauern starke 16,2 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum und 11,3 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen einfahren konnte, kam die gut halbstündige "Sportschau"-Ausgabe gegen 18 Uhr noch auf 2,54 Millionen Zuschauer und Marktanteile von 13,4 Prozent beim Gesamtpublikum sowie 9,6 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen. Dass der Iris-Berben-Film "Miss Sixty" kein passender Ersatz für die Bundesliga-"Sportschau" am Vorabend sein würde, konnte allerdings schon im Vorfeld erahnen - und tatsächlich sahen sich nur 1,39 Millionen Zuschauer den Film an, was den Marktanteil auf 5,7 Prozent drückte.

Besser war da schon die Entscheidung, in der Primetime als Ersatz für die ausgefallene Silbereisen-Show einfach eine andere Silbereisen-Show, die schon im MDR zu sehen gewesen war, zu wiederholen. Obwohl sie bei der Erstausstrahlung dort immerhin auch schon über zwei Millionen Zuschauer hatte, schaltete nun nochmal 4,19 Millionen Zuschauer ein. Der Marktanteil lag bei guten 13,8 Prozent beim Gesamtpublikum. Bei den 14- bis 49-Jährigen tat sich die Show mit 4,2 Prozent Marktanteil allerdings schwer. Vom Primetime-Sieg war Silbereisen zudem weit entfernt, der ging an den ZDF-Krimi "München Mord - Was vom Leben übrig bleibt": 6,75 Millionen Zuschauer schalteten hier insgesamt ein, was den Marktanteil beim Gesamtpublikum auf sehr gute 20,9 Prozent trieb. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden 8,5 Prozent erreicht. Das verkürzte "Aktuelle Sportstudio" mit nur wenigen Sport-Bildern sahen sich ab 23 Uhr übrigens noch 1,83 Millionen Zuschauer an. Das entsprach beim Gesamtpublikum nur mäßigen 10,3 Prozent Marktanteil.

Quelle für alle Daten in diesem Artikel: AGF Videoforschung in Zusammenarbeit mit GfK ; videoSCOPE 1.4, Marktstandard: TV