The Masked Singer © ProSieben
Machtverhältnisse schlagartig verändert

"Masked Singer"-Wiederholung ist für ProSieben kein Erfolg

 

Weil die neue Staffel "The Masked Singer" wegen des Coronavirus vorerst pausiert, hat ProSieben am Dienstagabend eine Wiederholung der Musik-Rateshow auf Sendung geschickt. Daran waren die Zuschauer aber nicht wirklich interessiert.

von Timo Niemeier
01.04.2020 - 08:52 Uhr

In den zurückliegenden Wochen haben die neuen Ausgaben der zweiten "Masked Singer"-Staffel an neuen Rekordwerten gekratzt. Mit 4,26 Millionen Zuschauern blieb die Show am 24. März nur ganz knapp hinter dem Bestwert aus dem vergangenen Jahr, damals sahen beim Finale noch ein paar mehr Menschen zu. Inzwischen hat aber auch das Coronavirus die Show getroffen: Wegen zwei Erkrankungen im Team muss die Show vorerst pausieren. ProSieben hatte sich daher kurzerhand dazu entschieden, am Dienstag zur besten Sendezeit noch einmal die erste Ausgabe der ersten Staffel zu wiederholen - daran fanden aber nur wenige Zuschauer Gefallen. 

Mit 1,24 Millionen Zuschauern blieb die Reichweite auf einem überschaubaren Niveau, 630.000 davon waren zwischen 14 und 49 Jahren alt. Der Marktanteil in der werberelevanten Zielgruppe blieb bei mageren 7,1 Prozent Marktanteil hängen. Die schlechten Quoten sind eigentlich keine Überraschung: Besonders im Fokus stehen schließlich das Mitraten während der Liveshow und die Gewissheit, dass niemand ganz sicher sein kann, wer sich unter den Masken verbirgt. Im Falle einer Wiederholung dürfte diese Rätselei nicht vorhanden sein. 

Während ProSieben den Dienstag in den vergangenen Wochen ohne Probleme dominiert hat, musste man sich in der Primetime nun mit Platz sechs begnügen. Nicht nur RTL und Vox hatten mehr junge Zuschauer, auch Das Erste, RTLzwei und Sat.1 waren erfolgreicher. RTL erreichte mit den "Größten Fernsehmomenten der Welt" 930.000 junge Zuschauer, aber auch damit waren nur 11,5 Prozent Marktanteil drin. 1,87 Millionen Menschen sahen insgesamt zu. Bei Vox lockten die Allestester von "Hot oder Schrott" insgesamt 1,40 Millionen Menschen vor die TV-Geräte, das entsprach 8,2 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe. 

Extrem stark war am Dienstag auch Nitro unterwegs, das mit "Liebesgrüße aus Moskau" einen alten Bond-Film auf Sendung schickte. 1,52 Millionen Menschen schalteten ein, der kleine Spartensender hatte damit mehr Zuschauer als ProSieben und Vox. Bei den 14- bis 49-Jährigen kam Nitro auf 5,6 Prozent Marktanteil. "Die Entführung von Bus 657" erreichte danach ebenfalls noch gute 2,6 Prozent. Mit einem Tagesmarktanteil in Höhe von 2,8 Prozent ist Nitro am Dienstag erfolgreichster Nischensender gewesen. 

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