Während Das Erste und RTL am Montagabend zur besten Sendezeit über das Coronavirus diskutierten, setzte das ZDF auf einen neuen "Sarah Kohr"-Krimi. Und der Film mit Lisa Maria Potthoff setzte sich ohne Probleme an die Spitze der Tagescharts: 8,47 Millionen Menschen schalteten ein, eine höhere Reichweite hatte die Reihe bislang noch nie. Beim Gesamtpublikum kam der Krimi auf 24,8 Prozent und auch bei den 14- bis 49-Jährigen wurden sehr gute 10,4 Prozent gemessen. Beim jungen Publikum lag das ZDF in der Primetime sogar vor sämtlichen Privatsendern. 

Später kam auch das "heute journal" noch auf starke 22,5 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum, 6,83 Millionen Menschen sahen zu. 13,1 Prozent wurden bei den jungen Zuschauern gemessen. Und auch am Vorabend erreichten die regulären "heute"-Nachrichten wieder mehr als fünf Millionen Zuschauer. 

Während das Interesse an den normalen Nachrichtensendungen weiter hoch bleibt, gehen die Zuschauerzahlen der vielen Sondersendungen zum Thema Corona mittlerweile zurück. So informierte die "Tagesschau" am Montag alleine im Ersten 6,63 Millionen Menschen, das anschließende "ARD Extra" kam aber nur noch auf 4,05 Millionen Zuschauer und 11,8 Prozent Marktanteil. Das auf 20:45 Uhr vorgezogene "Hart aber fair" tat sich mit 3,10 Millionen Zuschauern und 9,3 Prozent noch schwerer. 


Und auch RTL bekam den Corona-Überdruss der Zuschauer zu spüren. Mit einem zweistündigen "RTL Spezial" zum Thema erreichte man nur 770.000 Menschen im Alter zwischen 14 und 49 Jahren, damit waren lediglich 8,1 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe drin. Insgesamt schalteten 1,62 Millionen Menschen ein. "Extra" steigerte sich danach zwar immerhin noch auf 10,1 Prozent, konnte die Kohlen damit aber auch nicht mehr aus dem Feuer holen. Außerdem tat sich der Nachmittag bei RTL sehr schwer: "Die Superhändler" holten nur 7,5 Prozent Marktanteil und auch "Kitsch oder Kasse" blieb bei schwachen 8,1 Prozent hängen. "Marco Schreyl" musste sich sogar mit nur 5,9 Prozent begnügen. Die Rückkehr von "Hensslers Countdown" verfolgten außerdem nur 480.000 Menschen, mehr als 5,3 Prozent in der Zielgruppe waren damit nicht drin. 

Durch diese schwachen Leistungen erzielte RTL am Montag nur einen Tagesmarktanteil in Höhe von 9,7 Prozent - damit musste man sich knapp ProSieben geschlagen geben, das auf 9,8 Prozent kam. Zwischen 20:15 und 22:15 Uhr blieben "Young Sheldon" und "Big Bang Theory" dort zwar auch bei einstelligen Werten hängen, danach steigerten sich die Nerds aber immerhin auf mehr als zehn Prozent. Das half auch "Late Night Berlin", das mit 11,8 Prozent gut performte.