Um "Deutschlands Corona-Helden" zu feiern, baute Sat.1 am Montag seine Primetime um und schob die Live-Show von "Big Brother" auf den späten Abend. Gut beraten war der Sender damit aus Quotensicht aber nicht, denn das zweistündige Special geriet vollkommen unter die Räder. Gerade mal 610.000 Zuschauer schalteten um 20:15 Uhr und sorgten somit für lediglich 1,9 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum. Kaum besser lief es in der Zielgruppe, wo sich Sat.1 zur besten Sendezeit mit nur 2,8 Prozent begnügen musste.

Sat.1 bewegte sich damit auf Augenhöhe mit dem Männersender Nitro, wo sich Wiederholungen von "Alarm für Cobra 11" im Laufe des Abends ebenfalls auf bis zu 610.000 Zuschauer steigerten. ZDFneo lockte mit "Inspector Barnaby" sogar 2,18 Millionen Zuschauer vor den Fernseher und lag selbst beim jungen Publikum mit einem Marktanteil von 3,5 Prozent vor Sat.1. "Big Brother - Die Entscheidung" half das freilich nicht: Der späte Sendeplatz sorgte dafür, dass die Reichweite mit 760.000 Zuschauerrn auf ein neues Tief sank.

In der Zielgruppe steigerte sich die Live-Show ab 22:15 Uhr immerhin noch auf 5,5 Prozent Marktanteil. Die "Big Brother"-Folge um 19:00 Uhr erwischte hingegen mit nur 720.000 Zuschauern und 4,0 Prozent Marktanteil einen denkbar schlechten Tag - niedriger fiel die Reichweite der Realityshow noch nie aus. In der Zielgruppe schrammte "Big Brother" zudem nur knapp an einem neuen Tiefstwert vorbei und musste sich mit äußerst schwachen 4,0 Prozent Marktanteil begnügen.

Schlechte Nachrichten kommen aber auch von ProSieben, das mit einer alten Folge von "Young Sheldon" zu Beginn des Abends auf katastrophale 5,6 Prozent Marktanteil kam. Mehr als 760.000 Zuschauer waren nicht dabei. Auch "The Big Bang Theory" und "Late Night Berlin" blieben anschließend tief einstellig. Ungleich besser lief's für Kabel Eins, wo "Matrix" den Marktanteil auf 7,1 Prozent trieb. 1,03 Millionen Zuschauer waren dabei, ehe "Matrix Reloaded" später sogar auf 9,0 Prozent in der Zielgruppe kam.