Pocher - gefährlich ehrlich © TVNOW / Stefan Gregorowuis
Neue Comedyshows tun sich schwer

Große Verluste für Pocher, Fehlstart für Kebekus-Show

 

Ohne "Lets's dance"-Rückenwind hat die neue RTL-Show "Pocher - gefährlich ehrlich" auf dem schwierigen Donnerstags-Sendeplatz zwei Drittel ihrer Zuschauer eingebüßt. Schwach schnitt auch die neue "Carolin Kebekus Show" im Ersten ab.

von Alexander Krei
22.05.2020 - 09:09 Uhr

Wie wichtig die Wahl des richtigen Sendeplatzes ist, lässt sich in diesen Tagen an den Quoten der neuen RTL-Show mit Oliver Pocher ablesen. Nach dem Spitzen-Start von "Pocher - gefährlich ehrlich" im Anschluss an "Let's dance" war der Moderator bei der zweiten Ausgabe nun ziemlich auf sich allein gestellt. Nicht nur, dass sich die Sendung teils mit dem Finale von "Germany's next Topmodel" überschnitt - als Vorlauf dienten auch noch alte Serien-Folgen, die für alles sorgten, nur nicht für Rückenwind.

Mit gerade mal 840.000 Zuschauern und 7,1 Prozent Marktanteil startete "Der Lehrer" in den Abend und auch "Doctor's Diary" war unmittelbar vor Pocher mit nur 1,01 Millionen Zuschauern und 8,4 Prozent kein Erfolg. Da verwundert es nicht, dass "Gefährlich ehrlich" um 23:00 Uhr nicht über 8,7 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen hinauskam. Insgesamt blieben nur 760.000 Zuschauer dran. Damit kamen der Show, verglichen mit dem fulminanten Auftakt vom vorigen Freitag, etwa zwei Drittel ihrer Zuschauer abhanden.

Einen absoluten Fehlstart legte zudem "Die Carolin Kebekus Show" im Ersten hin, die um 23:30 Uhr nicht über 780.000 Zuschauer hinauskam. Beim Gesamtpublikum lag der Marktanteil bei dürftigen 5,8 Prozent und beim jungen Publikum reichte es, ebenso wie für "Kroymann" im Anschluss, sogar für nur 3,1 Prozent. Die Sketch-Comedy mit Maren Kroymann hielt um Mitternacht übrigens bloß noch 430.000 Zuschauer bei der Stange.

Dabei hatte die ARD das Geschehen um 20:15 Uhr noch dominiert. 5,06 Millionen Zuschauer und 18,8 Prozent Marktanteil machten den "Barcelona-Krimi" zum Marktführer in der Primetime. Im ZDF blieb der Lindgren-Film "Astrid" dagegen bei vergleichsweise unspektakulären 3,29 Millionen Zuschauern hängen, ehe sich das "heute-journal" jedoch auf 3,82 Millionen steigerte. "Markus Lanz", der ungewöhnlicherweise schon um 22:25 Uhr talkte, kam danach noch auf 2,53 Millionen Zuschauer und 13,2 Prozent Marktanteil. Beim jungen Publikum holte der Talk ebenfalls überzeugende 9,0 Prozent.

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