Das bereits vor einiger Zeit beschlossene Aus von "heute+" ist nun vollzogen worden, am Freitag lief die letzte Sendung im ZDF. Die Quoten waren dabei recht überschaubar: Nur 590.000 Menschen sahen sich die Nachrichtensendung ab Mitternacht an, das führte zu einem schlechten Marktanteil in Höhe von 4,9 Prozent. Aber auch bei den 14- bis 49-Jährigen konnte die Sendung angesichts von 4,7 Prozent nicht punkten. 

Der Vorlauf für die letzte "heute+"-Sendung war aber auch alles andere als optimal, im Vorfeld unterhielten zwei Folgen der ZDFneo-Serie "Deutscher" nur 1,55 Millionen bzw. 940.000 Zuschauer, die Marktanteile beim Gesamtpublikum lagen bei 7,3 und 5,9 Prozent. Grundsätzlich verzeichnete "heute+" in den vergangenen Monaten, getrieben auch durch die Nachrichtenlage rund um das Coronavirus, stark steigende Quoten. So erreichte man bereits im Februar einen durchschnittlichen Marktanteil in Höhe von 10,6 Prozent, danach ging es auf 12,0 Prozent (März) und 15,2 Prozent (April) nach oben - im Mai und Juni erzielte die Sendung ebenfalls einen zweistelligen Marktanteil. 

Langzeittrend: heute+

Besser lief es für die Nachrichtensendung über einen so langen Zeitraum noch nie - das Aus kommt nun also zu einem unglücklichen Zeitpunkt. Allerdings holte das Format fünf Jahre davor meist nur schwache Werte, was aber nicht auch zuletzt mit dem jeweiligen Vorprogramm zu tun hatte. Ein neues Nachrichtenformat um Mitternacht wird das ZDF erst ab September starten, bis dahin setzt man ab kommender Woche auf "heute Xpress"-Ausgaben. 


In der Primetime sicherte sich das ZDF am Freitag mit einer alten "Staatsanwalt"-Folge den Tagessieg. 5,34 Millionen Menschen sahen insgesamt zu, 18,9 Prozent Marktanteil waren damit drin. Auch "SOKO Leipzig" landete danach noch bei sehr guten 17,0 Prozent, 4,81 Millionen Menschen sahen zu. Im Ersten erreichte eine neue Folge von "Daheim in den Bergen - Auf neuen Wegen" 4,10 Millionen Zuschauer, das waren fast 800.000 mehr als eine Woche zuvor. Der Marktanteil lag bei guten 14,4 Prozent.