Sat.1 mag den Rest des Tages so seine Probleme haben - doch am frühen Morgen sind die Quoten stets blendend. In dieser Woche sah es für das "Sat.1 Frühstücksfernsehen" besonders gut aus, gekrönt von einem neuen Jahresbestwert am Freitag. Dort reichte es mit im Schnitt 0,21 Millionen 14- bis 49-jährigen Zuschauern in der Zeit zwischen 5:30 Uhr und 10 Uhr für einen herausragenden Marktanteil von 19,2 Prozent in der klassischen Zielgruppe.

Zum Vergleich: RTL kam mit "Guten Morgen Deutschland" nicht über völlig enttäuschende 7,7 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen hinaus, das "ARD-Morgenmagazin" im Ersten und im ZDF zusammengerechnet auf 14,7 Prozent. Insgesamt erreichten die Öffentlich-Rechtlichen mit ihrem "Morgenmagazin" im Schnitt 740.000 Zuschauer auf beiden Sendern, Sat.1 lag bei 570.000 Zuschauern, "Guten Morgen Deutschland" bei gerade Mal 250.000.

Fürs "Sat.1 Frühstücksfernsehen" ging damit wie erwähnt eine überaus erfolgreiche Woche zu Ende. Im Schnitt erreichten die fünf Folgen 18,1 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen - das war nicht nur ein neuer Jahresbestwert, es war sogar die stärkste Woche seit März 2012. Und auch wenn man den ganzen Juni betrachtet, dann liegt das "Sat.1 Frühstücksfernsehen" mit bislang im Schnitt 16,1 Prozent Marktanteil so gut im Rennen wie seit zwei Jahren nicht mehr.

Und auch für "Guten Morgen Deutschland" war der schwache Freitag kein einmaliger Ausrutscher: Auch Schnitt kam die RTL-Sendung in dieser Woche nicht über 8,5 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen hinaus. Man muss bis ins Jahr 2017 zurückgehen, um einen schwächeren Wochenwert zu finden. Wie schon im Mai wird "Guten Morgen Deutschland" nun aller Voraussicht nach auch im Juni wieder im einstelligen Marktanteils-Bereich hängen bleiben. Das "Morgenmagazin" von ARD und ZDF kann hingegen das seit Ausbruch der Corona-Krise insbesondere bei den Jüngeren deutlich erhöhte Quotenniveau weiter halten. Im Schnitt erreichte die Sendung im Ersten und im ZDF zusammengenommen in diesem Monat 17,6 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen und 22 Prozent beim Gesamtpublikum. Zum Vergleich: 2019 lag der Jahresschnitt noch bei rund 13,5 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen, 20,5 Prozent beim Gesamtpublikum.