Der ganz große Abräumer war die Sat.1-Doku "Mütter machen Porno" nicht, doch mit den Quoten kann man in Unterföhring trotzdem recht zufrieden sein - zumal die Marktanteile in der zweiten Woche sogar etwas anzogen. Zwar ging die Reichweite, vor allem wegen der sommerlichen Temperaturen, am Mittwoch auf nur 1,03 Millionen Zuschauer zurück, doch in der Zielgruppe zog der Marktanteil um einen halben Prozentpunkt auf 8,5 Prozent nach oben. 

Besondere Zufriedenheit dürften jedoch die Quoten des anschließend gezeigten Pornos sein, der im Rahmen der Dokusoap entstanden ist - und bloß in einer kommentierten Soft-Version ausgestrahlt wurde. 1,22 Millionen Zuschauer wollten um kurz nach 22 Uhr die Premiere von "Vanilla X - Der Film" sehen, in der Zielgruppe stieg der Marktanteil auf gute 9,2 Prozent. Im weiteren Verlauf des Abends schaffte die "Focus TV-Reportage" sogar 9,5 Prozent. Erst mit der "Spiegel TV-Reportage" lief's ein ganzes Stück schlechter, sodass ab 23:41 Uhr nur noch 6,6 Prozent für Sat.1 drin waren.

Die ganz großen Hits waren am Mittwochabend derweil nirgends zu finden. Erstaunlicherweise gelang es um 20:15 Uhr keinem Sender, einen zweistelligen Marktanteil in der Zielgruppe einzufahren. Am besten lief es noch für die ProSieben-Serie "9-1-1 Notruf L.A.", die auf 9,6 Prozent kam. Insgesamt schalteten 1,10 Millionen Zuschauer ein. Danach war jedoch nicht mehr viel zu holen: "Atlanta Medical" stürzte auf 6,6 Prozent ab und "Seattle Firefighters" tat sich danach noch etwas schwerer.

RTL wiederum kam mit einer Wiederholung von "Rütter reicht's" nicht über 1,47 Millionen Zuschauer und 8,9 Prozent Marktanteil hinaus, bei Vox bewegte sich "Outlander" mit Marktanteilen von 5,8 und 6,3 Prozent auf dem mageren Niveau der Vorwoche. "Big Little Lies" enttäuschte anschließend sogar zeitweise mit gerade mal 2,4 Prozent. Kabel Eins machte seine Sache besser und kam mit dem Film "Wer ist Hanna?" auf 1,32 Millionen Zuschauer und 6,6 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe.