Auch die DTM musste ihre Pläne für die Saison 2020 wegen Corona über den Haufen werfen. Mehrmals wurde der Rennkalender geändert, am Samstag fand nun aber das erste Rennen in diesem Jahr statt. Die Live-Übertragung aus Belgien sahen sich 510.000 Menschen ab 13:30 Uhr in Sat.1 an. Das Fernduell mit der Formel 1 hat man damit deutlich verloren, bei RTL verzeichnete das Qualifying nämlich etwas später mehr als zwei Millionen Zuschauer. 

In der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen brachte es die DTM auf 7,3 Prozent Marktanteil und lag damit nur leicht unter dem Senderschnitt. Sat.1 erreichte im gerade erst abgelaufenen Juli 7,6 Prozent. Die Vorberichterstattung tat sich mit 6,7 Prozent allerdings schon etwas schwerer und für die Highlights interessierte sich nach dem Rennen kaum noch jemand, hier verzeichnete Sat.1 miese 3,5 Prozent. Und weil auch der ganze Vorabend richtig schlecht lief, half es auch nichts, dass man mit "Men in Black 3" in der Primetime immerhin 9,5 Prozent Marktanteil holte. Dennoch blieb Sat.1 am Samstag bei einem Tagesmarktanteil in Höhe von nur 6,0 Prozent hängen. 

Damit landete Sat.1 nur ganz knapp vor RTLzwei, das 5,9 Prozent verzeichnete. Für den Sender aus Grünwald lief es an mehreren Stellen gut: Zwei Wiederholungen von "Dickes Deutschland" erzielten ab 20:15 Uhr 5,7 und 5,9 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe. Zwar holte "Hartz und herzlich" am Vorabend nur vergleichsweise schwache 4,8 Prozent, die "Bauretter" lagen vorher aber bei 7,0 Prozent und auch der "Schnäppchenhäuser"-Marathon lag durchweg bei mehr als 6,0 Prozent - in der Spitze waren sogar 11,9 Prozent drin. 


Und dann noch ein kurzer Blick auf ProSieben, das sich in der Primetime mit dem Film "Blind Side" gut schlug und auf 10,8 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe kam. Und auch die "Simpsons" sowie "Galileo" holten am Vorabend zweistellige Werte. Dass ProSieben dennoch bei einem Tagesmarktanteil in Höhe von nur 8,5 Prozent hängen blieb, hat andere Gründe. So stürzte "Gravity" am späten Abend auf 8,4 Prozent ab und zwischen 9 und 18 Uhr verzeichnete man konstant einstellige Werte.