Nachdem es zwischenzeitlich einen kleinen Hype um Marie Kondo bei Netflix gab, versuchte sich nun auch RTL an einem ähnlichen Format. "Raus damit! Anika räumt dein Leben auf" fiel beim Publikum aber komplett durch: Am Montagabend schalteten um 20:15 Uhr gerade mal 1,15 Millionen Zuschauer ein - das entsprach einem für RTL-Verhältnisse katastrophalen Marktanteil von nur 4,2 Prozent beim Gesamptublikum. Auch bei den 14- bis 49-Jährigen blieb die Sendung mit einem Marktanteil von 7,6 Prozent meilentweit unterm Soll und rangierte in der Montagsprimetime hinter dem Ersten, Vox und ProSieben nur auf dem vierten Rang.

Und der Schaden blieb nicht auf die zwei Stunden Sendezeit begrenzt: Im Anschluss daran musste das Magazin "Extra" die schwächsten Quoten seit vier Jahren hinnehmen - damals hatte man allerdings einen guten Grund: Man trat direkt gegen die Fußball-EM-Übertragung an. Diesmal war es einzig und allein eigene Schwäche, dass "Extra" nicht über 6,6 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen hinaus kam - das war etwa die Hälfte des bislang erreichten Jahresschnitts. Nur 1,18 Millionen Zuschauer sahen diesmal zu.

360.000 14- bis 49-Jährige sahen am Montag im Schnitt "Extra" - damit war der Vorsprung vor der "Akte" in Sat.1 gar nicht allzu groß. Dort waren im Schnitt nämlich 330.000 14- bis 49-jährige Zuschauer mit dabei - allerdings auch zu einer gut 20 Minuten früheren Sendezeit, allerdings auch mit noch schwächerem Vorlauf, zumindest was die jüngere Altersgruppe angeht. "111 tierische Teufelskerle" musste sich in Sat.1 nämlich mit 6,4 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen zufrieden geben, die "Akte" kam danach auf 5,3 Prozent. Insgesamt hatte Sat.1 mit seiner Schnipselshow sogar etwas mehr Zuschauer als RTL mit seinem Aufräum-Format. 1,38 Millionen Zuschauer sahen  zu, die "Akte" zählte danach noch 910.000 Zuschauer.

Am späten Abend rutschte Sat.1 dann aber noch weiter ab, die "Sat.1 Reportage" kam nicht über 4,6 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe hinaus, der Dreierpack von "Criminal Minds" startete um 23:47 Uhr sogar mit nur 3,0 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen. RTL berappelte sich hier zumindest etwas: "Spiegel TV" kam auf 8,8 Prozent, das "Nachtjournal" auf 9,1 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen.