Mit seinem "Kampf der Realitystars" hat RTLzwei offenbar alles richtig gemacht. Nachdem die Quoten schon in Woche zwei deutlich nach oben zeigten, ging es auch in der dritten Woche spürbar nach oben. Erstmals verzeichnete man mehr als eine Million Zuschauer, konkret waren es 1,03 Millionen. Und auch die 620.000 Zuschauer im Alter zwischen 14 und 49-Jahren sind Rekord, hier reichte es zu starken 9,9 Prozent. Geht der Trend so weiter, läuft das Reality-Format in der nächsten Woche zweistellig. 


RTLzwei ist damit am Mittwoch in der Primetime der erfolgreichste Privatsender in der Zielgruppe gewesen. Für den "Brennpunkt" im Ersten lief es noch etwas besser. Besonders bei den 14- bis 29-Jährigen läuft das Format weiter fantastisch, hier wurden 18,9 Prozent Marktanteil gemessen. Für RTLzwei war es die beste Mittwochs-Primetime seit September 2019.

Ansonsten glänzten die Grünwälder am Mittwoch aber nicht mit guten Quoten. Die beiden Vorabend-Soaps liefen zwar ebenfalls gut, das war es dann aber auch schon. "Krass Schule" blieb zuvor bei miesen 2,6 Prozent Marktanteil hängen und auch die "RTLzwei News" holten nur 2,0 Prozent. Und auch zwei von drei "Frauentausch"-Folgen lagen im roten Bereich. Hinzu kommt, dass RTLzwei den Erfolg seiner Realitystars am späten Abend nicht halten kann, ein Aufguss von "Undressed - Das Date im Bett" schmierte ab 22:40 Uhr auf 4,1 Prozent ab. Und so kam RTLzwei am Mittwoch trotz starker Primetime nur auf einen Tagesmarktanteil in Höhe von 5,7 Prozent. Trotzdem ist das deutlich mehr als der aktuelle Senderschnitt.

Tagesmarktführer wurde RTL mit 10,0 Prozent - kein guter Wert für den Sender. In der Primetime hielt man sich mit "Rütter reicht’s" eher schlecht als recht über Wasser, 1,54 Millionen Menschen sahen insgesamt zu, das entsprach 9,5 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe. Und auch "Stern TV" blieb danach mit 8,9 Prozent äußerst blass. Dass es am Ende zu einem zweistelligen Tagesmarktanteil gereicht hat, ist vor allem dem starken Vorabend zu verdanken. "GZSZ" und "Alles was zählt" holten 17,6 und 15,4 Prozent und "RTL Aktuell" war davor sogar zu 20,3 Prozent gut. Zweieinhalb Millionen Zuschauer machten die Nachrichten zum meistgesehenen RTL-Format am Mittwoch. 

In Sat.1 startete unterdessen die Reportage-Reihe "112 Notruf Deutschland" mit guten Quoten, 590.000 junge Zuschauer sorgten für 9,3 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe. Die Gesamtreichweite lag bei 1,20 Millionen. Zwei Folgen der "Focus TV-Reportage" fielen danach aber schnell auf 6,6 und 6,1 Prozent zurück. Am Ende lag Sat.1 bei einem Tagesmarktanteil in Höhe von 8,2 Prozent.