Die Liste an High-End-Serie, die weltweit für viel Gesprächsstoff sorgen und Auszeichnungen erhalten, sich aber gleichzeitig im deutschen TV schwer tun, ist lang. Nun gehört auch "Big Little Lies" endgültig dazu. Die US-Serie mit Reese Witherspoon und Nicole Kidman kam schon mit der ersten Staffel auf nur 3,5 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe. Nun ist Staffel zwei gestartet und konnte die Tiefstwerte aus 2018 noch unterbieten. So lag die erste Folge bei nur 350.000 Zuschauer, bei den 14- bis 49-Jährigen wurden damit völlig desolate 1,8 Prozent Marktanteil gemessen. 

Eine zweite Folge steigerte sich danach leicht auf 2,7 Prozent, blieb damit aber natürlich auch im tiefroten Bereich hängen. Die Gesamt-Reichweite sank auf 300.000. Vox kann sich schon einmal auf ein paar harte Mittwochabende einstellen, es ist nicht davon auszugehen, dass sich "Big Little Lies" noch einmal entscheidend steigert. Erschwerend kommt hinzu, dass sich auch "Outlander" weiter in einem intakten Abwärtstrend befindet. Zwei neue Folgen holten in dieser Woche nur 5,1 und 5,3 Prozent Marktanteil, deutlich weniger als eine Million Menschen schalteten ein. 

Und so erreichte Vox am Mittwoch nur einen Tagesmarktanteil in Höhe von 5,5 Prozent in der Zielgruppe. Von den acht großen Sendern lief es nur für das ZDF (5,2 Prozent) noch schlechter. Selbst Kabel Eins war mit 5,9 Prozent erfolgreicher - und setzte in der Primetime ebenfalls auf Fiction. "Inception" sahen sich zur besten Sendezeit zwar auch nur 700.000 Menschen an, davon kamen aber viele aus der werberelevanten Zielgruppe, sodass hier 6,5 Prozent drin waren. "Die Insel" lag dabei 6,4 Prozent. 

ProSieben unterhielt ab 20:15 Uhr etwas weniger als eine Million Zuschauer mit "9-1-1 Notruf L.A." und verzeichnete damit einen neuen Tiefstwert, mit 9,3 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe kann man aber immer noch recht zufrieden sein. "Atlanta Medical" verzeichnete im Anschluss einen Staffel-Rekord, fiel aber dennoch auf 8,0 Prozent zurück und lag so auch unter dem Senderschnitt. Alte Episoden von "Seattle Firefighters" liefen danach noch schlechter.