In der Geschichte von "Promi Big Brother" war es bislang stets so, dass sich sehr erfolgreich und eher enttäuschende Staffeln abwechselten. Nach einem durchwachsenen Auftakt und den beiden sehr erfolgreichen Staffeln 2 und 3 folgten zwei eher magere Jahre, ehe die Staffeln 6 und 7 wieder aufdrehten. Droht nun, Runde 8 wieder zu einem kleinen Durchhänger zu werden? Der Samstag brachte nun jedenfalls erstmal einiges an Ernüchterung. Denn die starken Auftaktquoten vom Freitag, als der Marktanteil noch bei 17,7 Prozent lag, konnten mit der ersten Folge auf dem 22:15-Uhr-Sendeplatz nicht gehalten werden. Es ging rasant auf nur noch 11,7 Prozent in der klassischen Zielgruppe bergab.

Auch das war natürlich noch deutlich mehr als der Sat.1-Senderschnitt - doch für "Promi-BB"-Verhältnisse nicht genug. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr lag das Staffeltief noch bei 14 Prozent. Die Gesamt-Reichweite fiel sogar auf ein neues Allzeit-Tief. Angesichts der hochsommerlichen Temperaturen bis in die Nacht hinein war die Reichweite schon am Freitag erheblich geringer ausgefallen als noch in den letzten beiden Jahren, am Samstag kamen nun nochmal fast 600.000 Zuschauer abhanden. Übrig waren nun noch 1,3 Millionen Zuschauer, was 7,4 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum entsprach. Recht zufrieden sein kann man unterdessen bei Sixx, wo die zugehörige Late-Night noch 3,7 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe erreichte. Die Gesamt-Reichweite blieb mit 230.000 Zuschauern auf dem Niveau des Vortage.

Zum Start in den Abend hatte Sat.1 mit dem Bully-Film "(T)Raumschiff Surprise - Periode 1" unterdessen 8,7 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen geholt - damit kann man den Absturz auch nicht auf ein ungewöhnliches schwaches Vorprogramm schieben. Sat.1 landete hier knapp hinter der Wiederholung des "Ehrlich Brothers"-Bühnenprogramms bei RTL, das dort 9,0 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen erzielte. ProSieben kam mit "Alice im Wunderland: Hinter den Spiegeln" auf 7,6 Prozent Marktanteil in der klassischen Zielgruppe. Sie alle sortierten sich aber noch hinter dem Ersten ein. Obwohl "Wer weiß denn sowas XXL" auch nur eine Wiederholung war, erzielte die gute 11,7 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen. 3,07 Millionen Zuschauer hatten insgesamt eingeschaltet. Beim Gesamtpublikum ging die Marktführung in der Primetime allerdings an die ZDF-Krimis: "Friesland" hatte 3,81 Millionen Zuschauer, "Die Chefin" danach 3,14 Millionen.

Korrektur-Hinweis: Zunächst hatten wir der "Promi Big Brother - Late Night Show" falsche Zahlen zugeordnet. Anders als zunächst berichtet fiel die Reichweite dort nicht auf ein Tief, sondern verharrte auf dem Vortagesniveau.