Aus sportlicher Sicht hätte die Wiederaufnahme der Europa-League-Saison für die deutschen Vereine kaum schlechter laufen können: Wolfsburg und Frankfurt schieden durch Niederlagen in den nachgeholten Achtelfinal-Rückspielen schon vor dem Start des Finalturniers aus, im Viertelfinale scheiterte nun zudem mit Bayer Leverkusen auch der dritte deutsche Verein an Inter Mailand - allerdings trotz magerer Vorstellung immerhin so knapp, dass im Lauf des K.o-Spiels das Interesse deutlich anzog.

So sahen während der ersten Hälfte im Schnitt noch 2,94 Millionen Zuschauer zu, die zweiten 45 Minuten ab 22 Uhr verfolgten dann aber schon 3,64 Millionen Zuschauer vor dem Fernseher. Von zunächst 11,3 Prozent beim Gesamtpublikum zog der Marktanteil ab 22 Uhr auf 16,7 Prozent an. Ähnlicher Verlauf auch bei den 14- bis 49-Jährigen: Hier wurden zunächst unspektakuläre 12,0 Prozent Marktanteil erzielt, ehe während der zweiten Halbzeit der Marktanteil auf erfreuliche 16,9 Prozent anstieg.

Damit lief die Übertragung des Viertelfinal-Spiels für RTL auch deutlich besser als die Partie der Frankfurter in der vergangenen Woche, die weniger als 2,7 Millionen Zuschauer eingeschaltet hatten, die Zielgruppen-Marktanteile pendelten damals nur um die 12-Prozent-Marke. Allerdings gelang es auch diesmal nicht, die Zuschauer nach dem Schlusspfiff noch für Highlights und Zusammenfassung des anderen Spiels des Abends dranzuhalten. Nur 890.000 sahen ab 23 Uhr noch zu, die Marktanteile sackten auf 5,8 Prozent beim Gesamtpublikum und 6,3 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen ab.

Auch der Countdown vor dem Spiel blieb mit 9,6 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen noch blass. RTL tat angesichts dessen gut daran, um 20:15 Uhr noch ein "RTL aktuell Spezial" über die Hitze in Deutschland einzuschieben. Das lief zwar auch nicht gerade herausragend, mit 12,3 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Järhigen aber zumindest spürbar besser als die Fußball-Vorberichterstattung. 2,18 Millionen Zuschauer sahen sich die Sondersendung im Schnitt an.