Freud und Leid liegen manchmal so nah beieinander, das hat am Montag auch ProSieben feststellen müssen. Während es für den Sender in der Daytime richtig gut aussah, ging man nach 20:15 Uhr baden. Doch der Reihe nach: Am Vormittag waren für den Sender in der werberelevanten der 14- bis 49-Jährigen überwiegend einstellige Marktanteile drin. Der Sprung in die Zweistelligkeit kam dann um 13:20 Uhr, als man mit den Wiederholungen von "Two and a Half Men" startete. Schon da waren in der Spitze 16,1 Prozent drin. 

Für "Big Bang Theory" ging es später sogar noch weiter nach oben, zwei von drei Wiederholungen erreichten mehr als 20 Prozent Marktanteil und das half auch "taff", das mit 19,1 Prozent den stärksten Wert des laufenden Jahres einfuhr. 650.000 Menschen schalteten das Magazin am Nachmittag ein. Auch "Simpsons" und "Galileo" lagen im zweistelligen Bereich - doch dann begann die Primetime und mit ihr die Probleme. 

Zur besten Sendezeit zeigte man die Doku "Unser Wald brennt" im Rahmen der Green Seven Week. Dafür interessierten sich aber nur 820.000 Zuschauer, 500.000 davon waren zwischen 14 und 49 Jahren alt, das hatte schlechte 6,0 Prozent Marktanteil zur Folge. Eine alte "Uncovered"-Folge zum Thema Natur lag danach bei nur noch 5,0 Prozent. Und in diesem Umfeld tat sich auch "Late Night Berlin" sehr schwer, das mit 310.000 Zuschauern die niedrigste jemals gemessene Reichweite erzielte. Das Format begann am Donnerstag aber auch recht spät, so ging es erst um 23:30 Uhr los. Aber auch der Marktanteil lag mit 7,2 Prozent auf einem enttäuschenden Niveau.

In der Primetime musste sich ProSieben mit seiner Wald-Doku sogar der "Rückkehr der Biber" im Ersten geschlagen geben. Diese Doku kam auf 560.000 junge Zuschauer und 6,5 Prozent Marktanteil. Insgesamt sahen 2,32 Millionen Menschen zu, das entsprach beim Gesamtpublikum 7,6 Prozent. Ein "ARD-Extra" zur aktuellen Corona-Situation verfolgten zuvor noch 3,52 Millionen Menschen, das entsprach sowohl bei allen als auch bei den jungen Zuschauern 11,8 Prozent Marktanteil. Primetime-Sieger wurde das ZDF mit dem Film "Totgeschwiegen", 4,68 Millionen Zuschauer trieben hier den Marktanteil auf 15,5 Prozent nach oben. Aber auch das Drama landete beim jungen Publikum mit 6,2 Prozent hinter der Biber-Doku im Ersten. 

Am Vorabend ist im ZDF übrigens die finale Staffel von "SOKO München" gestartet. Die Quoten waren zum Staffelstart gut, aber ausbaufähig. 2,86 Millionen Zuschauer schalteten ein, schlechter lief es für die Serie schon seit vielen Jahren nicht mehr. Normalerweise schauen immer mehr als drei Millionen Menschen zu. Der Marktanteil beim Gesamtpublikum lag dennoch bei sehr guten 17,8 Prozent.