Eigentlich macht es keinen großen Unterschied, ob das ZDF am Vorabend neue oder alte Folgen seiner Krimiserien zeigt, denn auf seine "SOKOs" kann sich der Sender so gut wie immer verlassen. In dieser Woche laufen nun die neuen Staffeln an - und nachdem die "SOKO München" am Montag mit 2,86 Millionen Zuschauern sogar die schwächste Reichweite einer Erstausstrahlung seit vielen Jahren verzeichnete, legte die "SOKO Köln" einen Tag später noch einen Zahn zu.

3,22 Millionen Zuschauer trieben den Marktanteil der Serie um kurz nach 18 Uhr auf hervorragende 20,6 Prozent und machten das ZDF damit zum klaren Marktführer am Vorabend. Das ARD-Quiz "Gefragt - gejagt" lag ein ganzes Stück dahinter, war mit 2,17 Millionen Zuschauern und 14,8 Prozent Marktanteil aber ebenfalls gefragt. Bei den 14- bis 49-Jährigen lag die Show zudem mit einem Marktanteil von 7,9 Prozent leicht vor der "SOKO Köln", die auf 7,1 Prozent kam.

Mit Blick aufs Gesamtpublikum fügte sich die Krimiserie übrigens perfpekt ins Line-up des Mainzer Senders ein, der ab kurz nach 15 Uhr über fast vier Stunden hinweg Marktanteile von mehr als 20 Prozent erzielte. Den höchsten Wert gab's übrigens für "heute - in Europa", das nach "Bares für Rares" stolze 25,6 Prozent schaffte. Gleichzeitig war das Magazin aber auch bei den 14- bis 49-Jährigen mit 12,9 Prozent ungewöhnlich stark. Aber auch die Trödelshow erwies sich zuvor mit 12,1 Prozent beim jungen Publikum als voller Erfolg.

Die starke Daytime glich zudem leichte Schwächen des ZDF in der Primetime aus. Dort erreichte die "Mensch Schäuble"-Doku durchschnittlich nur 2,70 Millionen Zuschauer, ehe "Frontal 21" nicht über 2,26 Millionen sowie 8,0 Prozent Marktanteil hinauskam. Ganz vorne lagen dagegen die ARD-Serien: So unterhielt "Die Kanzlei" zunächst 4,96 Millionen Zuschauer, "In aller Freundschaft" wollten danach noch 4,68 Millionen sehen.