Als "Babylon Berlin" vor ziemlich genau zwei Jahren erstmals im Free-TV war, fiel das Interesse riesig aus: Fast acht Millionen Zuschauer verfolgten damals den Serien-Auftakt - wohl auch, weil die ARD auf eine Ausstrtahlung der ersten Folgen am Sonntagabend setzte. Auch zum Start der dritten Staffel war "Babylon Berlin" nun dort zu sehen, wo sonst der "Tatort" beheimatet ist. Doch diesmal konnte ein ähnlicher Erfolg wie 2018 nicht noch einmal wiederholt werden.

Mit 4,33 Millionen Zuschauern und einem Marktanteil von 13,6 Prozent lag "Babylon Berlin" am Sonntag weit hinter den Auftakt-Quoten von damals und auch hinter den gewohnten Krimi-Quoten zurück. Der Marktanteil lag bei 13,3 Prozent. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass "Babylon Berlin" schon im Verlaufe der ersten Staffel kräftige Einbußen hinnehmen musste - die letzten Folgen verzeichneten damals weniger als vier Millionen Zuschauer, sodass die jetzige Reichweite im Bereich des Erwartbaren liegt.

Bitter aus Sicht des Ersten ist jedoch, dass die dritte Staffel der Serie weniger Zuschauer erreichte als das ZDF mit seiner Romanzen-Reihe "Tonio & Julia". 4,45 Millionen Zuschauer und ein Marktanteil von 13,3 Prozent waren hierfür drin. Beim jungen Publikum erreichte "Tonio & Julia" derweil einen Marktanteil von 6,2 Prozent, während es für "Babylon Berlin" mit 8,7 Prozent etwas besser lief. Der Serien-Auftakt hatte vor zwei Jahren allerdings noch mehr als 20 Prozent eingefahren - diesmal blieb "Babylon Berlin" dagegen nur der vierte Platz hinter ProSieben, Sat.1 und RTL.

Mäßige Quoten gab es zudem für die anschließende Dokumentation "Herbst 1929 - Schatten über Babylon", die nur noch 2,21 Millionen Zuschauer vor dem Fernseher hielt und einen Marktanteil von 10,3 Prozent nach sich zog. Bei den 14- bis 49-Jährigen blieben um 22:30 Uhr nur 5,3 Prozent der Zuschauer dran. Doch auch das ZDF kämpfte zu diesem Zeitpunkt mit Problemen: Die Krimireihe "Dan Sommerdahl" kam nicht über 1,99 Millionen Zuschauer sowie 9,8 Prozent Marktanteil hinaus.

Kleiner Trost für die ARD: Wie der Sender am Montag mitteilte, legte "Babylon Berlin" zumindest in der Mediathek einen Rekord-Start hin. In den ersten drei Tagen wurden demnach mehr als 1,3 Millionen Videoabrufe registriert.