Nachdem die Fußball-Nationalmannschaft vor knapp einer Woche weniger Zuschauer vor den Fernseher lockte als Horst Lichter, zogen die Quoten am Wochenende beim Nations-League-Spiel gegen die Ukraine wieder deutlich an - mehr als acht Millionen Zuschauer sahen den 3:1-Erfolg. Die historische 0:6-Niederlage gegen Spanien wollten sich am Dienstagabend allerdings nicht ganz so viele Fans geben, wenngleich die Live-Übertragung im Ersten letztlich den ungefährdeten Tagessieg verzeichnete. Rund 800.000 Zuschauer kamen abhanden.

Im Schnitt zählte die Partie 7,34 Millionen Zuschauer, die dem Sender dennoch einen sehr guten Marktanteil von 24,1 Prozent bescherten. Auch beim jungen Publikum bewegten sich die Quoten auf ähnlichem Niveau: Dort sorgten 2,04 Millionen 14- bis 49-jährige Zuschauer für 23,7 Prozent Marktanteil. Schon die Vorberichterstattung erwies sich ab 20:15 Uhr mit 5,27 Millionen Zuschauern als Erfolg, nach Abpfiff hielten die Zusammenfassungen weiterer Nations-League-Spiele noch teils mehr als drei Millionen Zuschauer vor dem Fernseher. Die Highlights der EM-Qualifikation der U21 gegen Wales verfolgten ab 23:10 Uhr im Schnitt gar 3,81 Millionen Zuschauer.

Live zu sehen gab es das U21-Spiel zuvor übrigens bei ProSieben Maxx, das ordentliche, aber keineswegs spektakuläre Quoten damit erzielte. 280.000 Zuschauer waren ab 18:15 Uhr in der ersten Hälfte dabei, die zweite Halbzeit kam auf 350.000 Zuschauer. In der Zielgruppe bewegten sich die Marktanteile bei 1,3 und 1,5 Prozent. Im Ersten war König Fußball indes bis Mitternacht gefragt: Zwar schlug sich der "Sportschau Club" mit 1,41 Millionen Zuschauern und 10,9 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum eher mau, doch bei den 14- bis 49-Jährigen sah es mit 13,7 Prozent ein ganzes Stück besser aus.

Und auch abseits des Fußballs war der Sender erfolgreich: So erreichte etwa "Wer weiß denn sowas?" am Vorabend im Schnitt 3,64 Millionen Zuschauer, später zählte die "Tagesschau" alleine im Ersten 6,25 Millionen Zuschauer. Stärkster Fußball-Verfolger in der Primetime war übrigens das ZDF, wo ein "Inga Lindström"-Film zunächst von 4,01 Millionen Zuschauern gesehen wurde und das "heute-journal" im Anschluss sogar 4,34 Millionen vor den Fernseher lockte.