Sowohl RTL als auch Das Erste haben am Dienstag zur besten Sendezeit News-Sondersendungen gezeigt, das ZDF legte bereits am Vorabend vor. Bundeskanzlerin Angela Merkel steckte da aber noch in den Verhandlungen mit den Länderchefs, vor die Presse trat sie erst gegen 21:40 Uhr. Ihr Programm unterbrachen die Vollprogramme dafür dann nicht mehr - auch das trieb wohl zahlreiche Zuschauer zu den Nachrichtensendern, die am Dienstag besonders gute Reichweiten und Marktanteile verzeichneten. 

So kam Welt mit der Pressekonferenz auf 700.000 Zuschauer, der Marktanteil in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen lag während der fast 50-minütigen Übertragung bei sehr starken 4,5 Prozent. Schon zu Beginn der Primetime lag der Nachrichtensender deutlich über seinen Normalwerten und kam mit 480.000 Zuschauern auf 2,8 Prozent. Zeitgleich erreichte ntv mit der Pressekonferenz zu den neuen Corona-Einschränkungen 690.000 Zuschauer und 3,7 Prozent. Und auch die Kölner verzeichneten schon zuvor gute Quoten, bereits am Vorabend kam man auf 3,9 Prozent. 

Und dann war da ja auch noch Phoenix, das die Corona-Pressekonferenz übertrug und damit 760.000 Zuschauer verzeichnete und damit sogar noch etwas mehr als Welt und ntv. Bei den 14- bis 49-Jährigen standen für den Sender 3,4 Prozent Marktanteil zu Buche. Insgesamt haben sich also mehr als zwei Millionen Menschen bei Welt, ntv und Phoenix die Pressekonferenz angesehen. 

Die starken Werte, die sich nicht nur auf den Abend beschränken, spiegeln sich übrigens auch in den Tagesmarktanteilen wider. Welt war mit 3,9 Prozent in der Zielgruppe erfolgreichster Nischensender und lag sogar vor Kabel Eins, das sich mit 3,7 Prozent begnügen musste. Für Welt war es damit zudem der vierterfolgreichste Tag in der Geschichte. ntv lag mit 3,2 Prozent ebenfalls auf einem sehr starken Niveau. Insgesamt erreichten die beiden privaten Nachrichtensender mit jeweils 2,1 Prozent den gleichen Wert.