Quelle der Daten für diesen Artikel: AGF Videoforschung

Die überwältigende Stärke von "Germany's next Topmodel" hat auch RTL zu spüren bekommen. Der Kölner Sender musste am Donnerstagabend mit all seinen Serien neue Tiefstwerte hinnehmen. Auch "Der Lehrer", einst Quoten-Hit mit Marktanteilen von mehr als 20 Prozent, ist inzwischen nur noch ein Schatten seiner selbst, der sich gerade so im zweistelligen Bereich halten konnte. Mehr als ein Marktanteil von 10,3 Prozent war in der Zielgruppe nicht zu holen, sodass das bisherige Staffel-Tief mal eben um über zweiteinhalb Prozentpunkte unterboten wurde. Insgesamt schalteten jedoch nur geringfügig weniger ein als zuletzt: 1,91 Millionen Zuschauer wurden im Schnitt gezählt, sodass hier ein Marktanteil von 5,6 Prozent drin war.

Gemessen an den anschließenden Comedyserien war "Der Lehrer" jedoch noch vergleichsweise gut bedient: So fiel "Magda macht das schon!" im Anschluss nicht nur zum ersten Mal überhaupt in den einstelligen Bereich, sondern unterbot die Zehn-Prozent-Marke mit gerade mal 8,1 Prozent in der Zielgruppe sogar massiv. "Schwester, Schwester - Hier liegen Sie richtig" enttäuschte noch dazu im weiteren Verlauf mit noch schlechteren 7,3 Prozent. Insgesamt erreichte "Schwester, Schwester" im Schnitt 1,41 Millionen Zuschauer, nachdem "Magda" nicht über 1,40 Millionen hinausgekommen war.

Danach wurde es für RTL sogar noch schlimmer, denn zwei Wiederholungen von "Magda macht das schon"! gerieten mit Marktanteilen von 5,5 und 6,4 Prozent unter die Räder, was es auch der neuen Late-Night-Show "Täglich frisch geröstet" unmöglich machte, ein großes Publikum zu erreichen. Lediglich 570.000 Zuschauer und ein Marktanteil von 7,0 Prozent in der Zielgruppe waren für die Sendung zu später Stunde drin, ähnlich schlecht lief es bereits am vergangenen Donnerstag. Immerhin gelang es dem "RTL-Nachtjournal", das Ruder zumindest ein wenig herumzureißen: 690.000 Zuschauer sowie 10,9 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe waren um Mitternacht drin.

Doch nicht nur am Abend offenbarte RTL am Donnnerstag Schwächen - schon nachmittags blieben "Tatort Deutschland" und "Die Superhändler" einstellig. Ganz zu schweigen von "Guten Morgen Deutschland", das mit lediglich 6,7 Prozent den bislang schwächsten Wert des noch jungen Jahres verzeichnete. Zum Vergleich: Das "Sat.1-Frühstücksfernsehen" drehte mit 18,0 Prozent in der Zielgruppe einmal mehr mächtig auf. Mau lief es bei RTL auch für die anschließenden Soap-Wiederholungen: Obwohl die Folge am Tag zuvor auf ihrem regulären Sendeplatz ausfiel, schaffte "GZSZ" nur 6,6 Prozent, "Alles was zählt" enttäuschte später sogar mit nur 3,7 Prozent.

Quelle für alle Daten in diesem Artikel: AGF Videoforschung in Zusammenarbeit mit GfK ; videoSCOPE 1.4, Marktstandard: TV