In Unterföhring dürfte man zuletzt mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf die Quoten vom Donnerstagabend geblickt haben. Denn während "Germany's next Topmodel" bei ProSieben stark performte, ging die US-Krimiserie "FBI" in Sat.1 mit teils weniger als vier Prozent Marktanteil gnadenlos unter. Seit der vergangenen Woche setzt der Sender daher nun kurzerhand auf Spielfilme und bekam das Quoten-Problem damit auf Anhieb in den Griff: Nachdem "Justice League" zuletzt bereits auf 7,4 Prozent Marktanteil kam, bewegte sich "Wonder Woman" nun auf ganz ähnlicher Flughöhe.

Ordentliche 7,6 Prozent erzielte die Film-Wiederholung, was im Übrigen deutlich mehr ist als der derzeitige Senderschnitt. Insgesamt lockte "Wonder Woman" im Schnitt 1,59 Millionen Zuschauer zu Sat.1. Ähnlich gut sah es übrigens für "James Bond 007: Casino Royal" bei Vox aus: Dort schalteten um 20:15 Uhr durchschnittlich 1,76 Millionen Zuschauer ein, in der Zielgruppe wurde ein Marktanteil von 7,7 Prozent erzielt. "James Bond 007 jagt Dr. No" steigerte sich im weiteren Verlauf des Abends sogar auf 9,4 Prozent. Unterm Strich lagen beide Sender am Donnerstag übrigens auf Augenhöhe: Sat.1 erreichte 7,7 Prozent, Vox lag mit 7,6 Prozent knapp dahinter.

Marktführer in der Zielgruppe war jedoch einmal mehr ProSieben, das dank "Germany's next Topmodel" einen Tagesmarktanteil von 12,5 Prozent schaffte. Das Model-Castig gewann gegenüber der Vorwoche einige Zuschauer hinzu und zählte im Schnitt 2,42 Millionen, darunter 1,65 Millionen Zuschauer zwischen 14 und 49. In der Zielgruppe waren damit starke 19,2 Prozent Marktanteil drin, was den zweistbesten Wert der laufenden Staffel bedeutete. "red" konnte dieses Niveau im weiteren Verlauf des Abends zwar nicht halten, schnitt mit 1,06 Millionen Zuschauern und 11,7 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe aber ebenfalls gut ab.

Solide verlief der Abend derweil für Kabel Eins, wo "Achtung Abzocke" ebenso wie das "K1 Magazin" einen Marktanteil von 5,2 Prozent erzielte. RTLzwei brachte es mit "Hartz und herzlich" und "Deutschland unter Drogen" auf jeweils 5,9 Prozent. Mit Blick aufs Gesamtpublikum landeten beide Sender übrigens noch hinter Nitro, das mit dem Europa-League-Spiel zwischen Bayer Leverkusen und den Young Boys Bern während der ersten Hälfte durchschnittlich eine Million Zuschauer erreichte und sich mit der zweiten Halbzeit auf 1,15 Millionen steigerte. In der Zielgruppe zog der Marktanteil von 2,7 auf sehr gute 4,8 Prozent an. Nach dem Aus von Leverkusen und Hoffenheim dürfte sich die Freude in Köln aber dennoch in Grenzen halten.