Nach einer langen Verhandlungsrunde haben die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Bundesländer am Mittwoch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel beschlossen, wie es in der Coronakrise weiter geht. In der Hoffnung, schon eher handfeste Ergebnisse präsentieren zu können, planten einige Sender am Abend Sondersendungen ein - doch da liefen die Beratungen der Politiker noch - den Quoten hat es aber nicht geschadet. 

Vor allem sehr gefragt war mal wieder das "ARD Extra" um 20:15 Uhr. Das kam auf 5,71 Millionen Zuschauer, mit 16,8 bei allen und 17,6 Prozent Marktanteil bei den jungen Zuschauern lief es für Das Erste hier sehr gut. Zuvor informierte schon die "Tagesschau" 6,88 Millionen Menschen, in beiden Zielgruppe erreichte man so mehr als 20 Prozent Marktanteil. RTL schob zur besten Sendezeit ein "RTL Aktuell"-Spezial ein und erreichte damit 16,9 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen, 2,76 Millionen Menschen sahen zu. 

Auch das ZDF zeigte nach seinen "heute"-Nachrichten um 19:20 Uhr ein "ZDF Spezial" und erreichte damit 3,42 Millionen Zuschauer, das entsprach 12,0 Prozent beim Gesamtpublikum, beim jüngeren Publikum waren 9,6 Prozent drin. Und dann reagierte Sat.1 ja auch auf die Situation und streckte seine Nachrichten auf eine halbe Stunde. Mit 7,7 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe fiel das Ergebnis überschaubar aus - aber damit lagen die News schon über dem zuletzt extrem niedrigen Senderschnitt. 

Wirklich spannend wurde es dann noch einmal am späten Abend, als Merkel und einige Ministerpräsidenten vor die Kameras traten und die Ergebnisse ihrer Verhandlungen präsentieren. Eine glückliche Fügung war es für das ZDF, dass die Pressekonferenz um kurz nach 23:30 Uhr begann. Da war gerade "ZDFzoom" zu Ende und man schob kurzfristig ein "heute journal spezial" ein, das auf fast zwei Millionen Zuschauer kam. 15,1 Prozent Marktanteil erreichten die Mainzer damit beim Gesamtpublikum. "Markus Lanz" steigerte den Wert später noch auf 19,0 Prozent. 

Spannend ist ein Blick auf die Nachrichtensender, die die Pressekonferenz ebenfalls übertrugen. Zusammengerechnet sah auch hier fast ein Millionenpublikum zu: Am besten lief es für Welt, das 330.000 Zuschauer ab 23:34 Uhr zählte - es war für den Sender eine der höchsten Reichweiten des  Tages. Der Marktanteil in der Zielgruppe lag bei 5,2 Prozent. ntv kam zur gleichen Zeit auf 310.000 Zuschauer und 3,3 Prozent. Und bei Phoenix sahen noch 250.000 Menschen zu - hier startete man aber auch schon um 23 Uhr mit der Übertragung. Damit waren 1,9 Prozent Marktanteil bei Jung und Alt drin. Am Ende lag Welt bei einem Tagesmarktanteil (14-49) bei 2,5 Prozent und war damit der stärkste Sender in der Nische. Für den Nachrichtensender war es der stärkste Tag des Jahres - gemeinsam mit dem 10. Februar, auch damals gab es einen Bund-Länder-Gipfel. ntv brachte es am Mittwoch auf ebenfalls gute 1,8 Prozent, musste sich aber deutlich hinter der Konkurrenz aus Berlin einsortieren.