Quelle der Daten für diesen Artikel: AGF Videoforschung

Weit über die Grenzen Großbritanniens hinaus wurde am Samstag Abschied genommen von Prinz Philip, der im Alter von 99 Jahren gestorben war. Alleine in Deutschland übertrugen sieben Sender die Zeremonie. Addiert sahen im Schnitt über 11,3 Millionen Menschen die Übertragungen der unterschiedlichen Stationen. Zahlentechnisch stachen zwei Sender ganz besonders heraus. RTL landete mit seinem "Exclusiv spezial" in der werberelevanten Zielgruppe ganz vorne. Die um 14 Uhr gestartete Sondersendung bescherte den Kölnern nämlich 19,9 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen. Die von Frauke Ludowig moderierte Übertragung landete insgesamt bei 3,41 Millionen Zuschauern und somit ebenfalls starken 20,1 Prozent.

Sogar noch eine Million Menschen mehr versammelte das ZDF mit seiner Übertragung vor den Bildschirmen. Der Mainzer Sender startete um kurz nach 15 Uhr und landete bei 4,40 Millionen Zusehenden. Daraus ergaben sich bärenstarke 24 Prozent Marktanteil insgesamt, bei den jungen Leuten erreichte das ZDF 10,5 Prozent.

Das Nachsehen hatte ein Stück weit Das Erste, was jedoch erwartbar war. "Brisant" startete dort erst um 16:15 Uhr, also zu einem Zeitpunkt, als alle anderen Sender schon lange am Start waren. Entsprechend landete Das Erste mit seinen Berichten zur Beisetzung auch nur bei 1,95 Millionen Zuschauern – insgesamt wurden 10,5 Prozent Marktanteil gemessen, bei den 14- bis 49-Jährigen 5,2 Prozent.

Somit lag man aber immer noch vor der enttäuschenden Sat.1-Sondersendung, die ab 14:30 Uhr rund drei Stunden lang von Daniel Boschmann präsentiert wurde. Nur rund 770.000 Menschen ab drei Jahren schalteten ein – sowohl insgesamt (4,4%) als auch bei den Werberelevanten (4,5%) blieben die Zahlen klar hinter den Erwartungen zurück.



Auch die Nachrichtensender berichteten ausführlich von der Zeremonie – Welt und Phoenix lagen dabei eng beieinander. Phoenix sicherte sich am Samstagnachmittag ab 15:15 Uhr rund 280.000 Zuschauer ab drei Jahren, Welt landete leicht über diesem Wert: Nämlich bei 290.000 Zusehern. Die Unterschiede zeigten sich bei den 14- bis 49-Jährigen, wo Welt Spitzenreiter unter den Newssendern mit rund 90.000 Zuschauern (2,1%) war und Phoenix mit etwa 60.000 Menschen bei 1,2 Prozent landete. Besser laufen können hätte es wohl für ntv: Der Kölner Newssender musste sich mit 0,8 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe zufrieden geben, nur rund 40.000 Werberelevante schalteten ein. Insgesamt sahen die Übertragung dort 220.000 Menschen.

Quelle für alle Daten in diesem Artikel: AGF Videoforschung in Zusammenarbeit mit GfK ; videoSCOPE 1.4, Marktstandard: TV