Als die RTL-Musikshow "I can see your Voice" Ende März startete, sah es zunächst sehr gut aus. Mit 2,30 Millionen Zuschauern und 14,3 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe erzielte das Format Bestwerte. In den Wochen danach musste man aber mit einem deutlich niedrigeren Niveau leben, "Joko & Klaas gegen ProSieben" war stets deutlich stärker. Vom zwischenzeitlichen Tief, als nur 7,4 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe erzielt wurden, hat sich die Show zuletzt schnell erholt. Aber auch zum Finale sah es jetzt nicht wirklich überragend aus. 

1,90 Millionen Menschen sahen sich die letzte Ausgabe der Show an, 830.000 davon waren zwischen 14 und 49 Jahren alt. Insgesamt steigerte man die Reichweite im Vergleich zur Vorwoche damit leicht um 60.000, beim jungen Publikum verharrte man auf dem Niveau von vor sieben Tagen. Das ist einigermaßen überraschend, war es doch die erste Woche, in der bei ProSieben nicht das starke "Joko & Klaas gegen ProSieben" lief. Der Marktanteil von "I can see your Voice" belief sich dann auch nur auf 10,9 Prozent. Damit lag das Format nur leicht über dem schwachen Monatsmarktanteil aus dem April, als RTL 10,6 Prozent erzielte. 

Marktanteils-Trend: I Can See Your Voice

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Quelle: DWDL.de-Recherche
dwdl.de/zahlenzentrale
ab 3 Jahren
14-49 Jahre

Auf Staffelsicht erreichte "I can see your Voice" ziemlich genau die Werte, die auch das Finale eingefahren hat. Die sechs gezeigten Ausgaben kamen im Schnitt auf 1,94 Millionen Zuschauer, in der Zielgruppe entsprach das 10,9 Prozent. Mit einem Live-Programm von Markus Krebs blieb RTL am Dienstagabend im Anschluss an die Primetime-Show übrigens bei nur 6,8 Prozent hängen. Und auch das auf nach Mitternacht verbannte "Täglich frisch geröstet" holte nur 7,9 Prozent. 

Der Primetime-Sieg ging am Dienstag übrigens an die ARD-Serien: "In aller Freundschaft" unterhielt 4,79 Millionen Zuschauer, "Um Himmels Willen" erreichte davor schon 4,66 Millionen Menschen. Mit 15,5 und 15,0 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum kann man im Ersten sehr zufrieden sein. Das ZDF war am Dienstag wie gewohnt etwas schwächer unterwegs, "ZDFzeit: Mensch, Maxima!" lag mit 3,21 Millionen Zuschauern aber immerhin im zweistelligen Bereich, hier wurden 10,4 Prozent gemessen. Weil man sonst fast überall stärker war, lag das ZDF (14,4 Prozent) in der Endabrechnung aber trotzdem weit vor dem Ersten (10,9 Prozent).