Auch am Wochenende haben die deutschen Fernsehsender umfangreich über die Flut in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz berichtet. Ein im Ersten ab 20:15 Uhr gesendeter "Brennpunkt" zur Unwetterkatastrophe im Westen etwa war die meistgesehene TV-Sendung des Tages. Im Schnitt schalteten 4,99 Millionen Personen die rund viertelstündige Produktion ein. 22,5 Prozent Marktanteil kamen insgesamt zu Stande, 20,8 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen. Zuvor war auch die "Tagesschau" bereits gefragt. Allein im Ersten erreichten die 20-Uhr-Nachrichten 4,40 Millionen Zuschauende (21,3%). Unter den Top 3 der meistgesehenen Sendungen am Samstag war noch ein weiteres News-Format.

Ein ab 19:20 Uhr gesendetes "ZDF Spezial" zum Hochwasser schauten sich im Schnitt 3,90 Millionen Menschen an, die ermittelte Quote im Gesamtmarkt lag hier bei 23,4 Prozent und somit nur knapp niedriger als zuvor bei den ZDF-Hauptnachrichten "heute", die am Samstag ab 19 Uhr 23,8 Prozent erreicht hatten. Für "heute" sind das ungewöhnlich hohe Werte, zuletzt übertroffen wurden diese vor einigen Wochen, als die Sendung jedoch Teil der Halbzeitpause von EM-Fußballspielen war.

Gefragt war am Samstag auch "RTL Aktuell" um 18:45 Uhr: Die rund 20 Minuten langen News bescherten RTL im Schnitt 2,38 Millionen Zuschauende. Bei den 14- bis 49-Jährigen kam die Sendung aus Köln auf 18,4 Prozent Marktanteil. Die "Sat.1 Nachrichten" um 19:55 Uhr waren mit 10,0 Prozent in der Zielgruppe erfolgreich und zugleich die quotenstärkste Sendung des Kanals am Samstag. Die "Newstime" von ProSieben holte sich um 18 Uhr unspektakuläre 7,3 Prozent Marktanteil, noch etwas früher kamen die "Kabel Eins News" auf 3,4 Prozent.

Sehr gefragt war am Samstag unterdessen der zur Mediengruppe RTL gehörende Nachrichtensender ntv, der den Tag mit durchschnittlich 3,0 Prozent Marktanteil bei den Werberelevanten und somit als stärkster Spartensender abschloss. Zum Vergleich: Welt kam wie auch Phoenix auf 1,4 Prozent. Ab etwa 12:30 Uhr zeigte ntv etwa den Besuch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet in Erftstadt. Rund 400.000 Menschen schalteten im Schnitt ein, das entsprach 5,3 Prozent Marktanteil insgesamt und sogar 7,1 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen.

Schon vormittags waren die Sondersendungen von ntv sehr gefragt. Ab zehn Uhr etwa schauten rund 0,30 Millionen Menschen ab drei Jahren zu, 5,1 Prozent Marktanteil insgesamt sowie 4,7 Prozent bei den jungen Leuten waren die Folge. Ab elf Uhr lag die ntv-Reichweite bei rund 0,32 Millionen Zuschauenden, im Gesamtmarkt wurden fünf Prozent gemessen, bei den 14- bis 49-Jährigen 2,2 Prozent.