Wer einen Blick auf die Top25-Quotenhitliste vom Freitag wirft, der könnte schnell den Eindruck gewinnen, die Benefiz-Show "Wir halten zusammen" hätte kein allzu großes Publikum erreicht. Mit im Schnitt 2,3 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern schaffte die Sendung gerade so den Einzug in die Top 10 der meistgesehenen Sendungen des Freitags, der Marktanteil beim Gesamtpublikum belief sich auf 11,0 Prozent, bei den 14- bis 49-Jährigen wurden 8,4 Prozent Marktanteil erzielt.

Allerdings wurde die Sendung ja nicht nur im Ersten übertragen, sondern war parallel auch in allen Dritten Programmen der ARD zu sehen. Im NDR Fernsehen sahen beispielsweise auch noch über eine halbe Million Leute zu, nur etwas weniger waren es im WDR Fernsehen. Zählt man alle Dritten Programme dazu, dann ergibt sich eine mehr als doppelt so hohe Reichweite wie allein im Ersten. So lag die durchschnittliche Reichweite alles in allem bei rund 4,82 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern, was fast jede oder jeder Vierte war, die oder der am Freitagabend vor dem Fernseher saß.

Der Marktanteil beim Gesamtpublikum betrug zusammengerechnet 23,1 Prozent beim Gesamtpublikum und 13,4 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen. Noch wichtiger als diese ist aber natürlich an eine andere Zahl an diesem Abend: Mehr als 16,5 Millionen Euro an Spenden wurden insgesamt für die Aktion Deutschland Hilft eingesammelt. Am heutigen Samstag wartet nun auch noch Sat.1 mit einer Spendengala auf.

Doch nochmal zurück zu den Freitags-Quoten: Wenn man alle Sender zusammen zählt, dann war "Wir halten zusammen" also die meistgesehene Primetime-Sendung des Freitags vor dem ZDF-Krimi "Der Alte", den 3,91 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer trotz Wiederholung eingeschaltet hatten. 18,0 Prozent betrug hier der Marktanteil beim Gesamtpublikum. Bei "Letzte Spur Berlin" sahen im Anschluss 3,61 Millionen zu, was 16,0 Prozent Marktanteil entsprach. Um 22:45 Uhr zeigte das ZDF dann ausnahmsweise "Die Anstalt" an einem Freitagabend auf dem "heute-show"-Platz, nachdem das ZDF am eigentlich angestammten Dienstag kurzfristig einen Themenabend zur Flut-Katastrophe eingeschoben hatte. Die Quoten waren allerdings eher enttäuschend: Mit 1,37 Millionen Zuschauenden waren nicht mehr als 8,4 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum drin und auch bei den 14- bis 49-Jährigen sah es mit 6,2 Prozent Marktanteil nur mittelmäßig aus.