Mehr als 16 Millionen Menschen sahen zu, als sich Angela Merkel und Martin Schulz vor vier Jahren im TV-Duell gegenüberstanden. Dass das erste Triell zwischen Annalena Baerbock, Armin Laschet und Olaf Scholz diesmal deutlich weniger Zuschauerinnen und Zuschauer erreichte, war schon alleine der Tatsache geschuldet, dass nicht vier große Sender gleichzeitig den Schlagabtausch sendeten, sondern ausschließlich RTL. Unter diesen Gesichtspunkten kann man in Köln sehr zufrieden sein, auch wenn man die Spitzenposition dem "Tatort" überlassen musste.

Während sich die ARD-Krimireihe mit 7,19 Millionen Zuschauenden und einem Marktanteil von 22,9 Prozent aus der Sommerpause zurückmeldete, verzeichnete das Triell bei RTL ab kurz nach 20 Uhr im Schnitt 5,05 Millionen Menschen. Der Marktanteil lag gleichwohl bei sehr überzeugenden 16,4 Prozent. Zum Vergleich: Beim Duell vor vier Jahren entfielen von den mehr als 16 Millionen kaum mehr als zwei Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer auf den Privatsender. Ein Erfolg war das Triell am Sonntag aber auch für den RTL-Newskanal ntv, wo weitere 550.000 Menschen einschalteten und für zwei Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen sorgten.

In der Zielgruppe sah es zudem für RTL am Sonntagabend noch ein ganzes Stück besser aus als beim Gesamtpublikum: Dort trieben 2,18 Millionen 14- bis 49-Jährige den Marktanteil nämlich auf starke 25,9 Prozent, weit mehr als das Doppelte des Duell-Werts im Jahr 2017. Beim jungen Publikum war RTL damit in der Primetime klarer Marktführer - und diese Position konnte am späten Abend mit der Analyse des Triells sogar noch ausgebaut werden. Der anschließende Talk, bei dem unter anderem Günther Jauch zu Gast war, erzielte sogar 27,4 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe.

Besonders bemerkenswert: Mit 3,85 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern sowie 16,7 Prozent Marktanteil setzte sich der RTL-Talk beim Gesamtpublikum deutlich gegen "Anne Will" durch, deren erste Sendung nach der Sommerpause trotz des starken "Tatort"-Vorlaufs nicht über 2,99 Millionen Zuschauende und einen Marktanteil von 9,9 Prozent hinauskam. Bei den 14- bis 49-Jährigen lag der Marktanteil der ARD-Talkshow sogar bei lediglich 6,3 Prozent. Hinter ARD und RTL reihte sich am Sonntagabend indes das ZDF ein, wo "Inga Lindström" um 20:15 Uhr durchschnittlich 4,01 Millionen Personen vor den Fernseher lockte.

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