Oliver Kalkofe und Peter Rütten gruben für ihre Reihe der "Schlechtesten Filme aller Zeiten" an diesem Freitag den Streifen "Angriff der Riesenkralle" aus und trafen damit offenbar den Nerv der Anhänger mäßiger Filmkunst ziemlich gut: Im Schnitt 240.000 Zuschauerinnen und Zuschauer sahen sich den "SchleFaZ" und seine Besprechung im Schnitt an, was Tele 5 Marktanteile von 1,5 Prozent beim Gesamtpublikum und 2,4 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen bescherte. Damit war es gemessen am Marktanteil in der klassischen Zielgruppe der erfolgreichste "SchleFaZ" seit November vergangenen Jahres. Zum Vergleich: Der Senderschnitt von Tele 5 pendelt für gewöhnlich um die 1-Prozent-Marke.

Von Werten über dem Senderschnitt ist man bei Vox am Freitagabend weit entfernt, ein bisschen Besserung brachte der Rauswurf von "The Good Doctor" aber immerhin: Der nur mit wenigen Tagen Vorlauf anberaumte Staffelauftakt von "Law & Order: Special Victims Unit" erzielte um 20:15 Uhr zunächst 3,4 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen und steigerte sich mit einer zweiten Folge dann noch auf 3,9 Prozent. Das ist zwar nicht gut, für "The Good Doctor" war es in der vergangenen Woche aber noch auf bis zu 2,3 Prozent nach unten gegangen. Zunächst 530.000 und dann 710.000 Zuschauende schalteten in dieser Woche insgesamt ein. Danach kam der Film "Fast & Furious Five" auf 5,5 Prozent Marktanteil in der klassischen Zielgruppe.

Auch Kabel Eins setzte auf Serien und startete mit nur 2,8 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen sehr schlecht in den Abend, die zweite Folge von "Criminal Minds" steigerte sich dann aber schon deutlich auf 4,3 Prozent, zwei Episoden von "Instinct - Auf Mörderjagd" legten dann im weiteren Verlauf auf 4,4 und gute 5,1 Prozent zu. RTLzwei setzte wie üblich Freitags auf Filmware und war mit "The Last Witch Hunter" recht gut unterwegs. Der Film erreichte um 20:15 Uhr einen Marktanteil von 6,0 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen. "Love Island" lief danach mit 4,9 Prozent Marktanteil nur mäßig, dürfte aber wieder deutlich von zeitversetzter Nutzung profitieren. ProSieben hielt sich mit "Django Unchained" unterdessen bei zumindest halbwegs soliden 8,9 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen.