Das Aufeinandertreffen der beiden Shows "Denn sie wissen nicht, was passiert" und "Schlag den Star" bringt zumindest beim Blick auf die Zielgruppe keinen Sieger hervor. Beide Formate erreichten beim jungen Publikum eine Reichweite von 570.000. Etwas höher zu bewerten ist das für ProSieben, deren Show eine Stunde länger dauerte und erst um 1:39 Uhr endete. Während RTL damit auf nur 11,5 Prozent Marktanteil kam - den niedrigsten Wert, den Schöneberger, Jauch und Gottschalk jemals eingefahren haben - waren es für ProSieben dank der längeren Sendezeit immerhin 12,4 Prozent. 

Insgesamt lag die RTL-Show aber recht deutlich vor der Konkurrenz: 1,69 Millionen Menschen sahen sich die neueste Ausgabe von "Denn sie wissen nicht, was passiert" an. Aber auch damit schrammte man nur knapp an einem neuen Allzeit-Tief vorbei. 1,04 Millionen Menschen sahen zeitgleich das Duell zwischen Alexander Zverev und Silvio Heinevetter bei ProSieben - weniger Zuschauerinnen und Zuschauer hatte die ProSieben-Show in der Vergangenheit nie. Die letzte Ausgabe im August kam trotz ähnlicher Sendezeit auf rund 500.000 Zuschauerinnen und Zuschauer mehr. 

Der Grund für das bescheidene Abschneiden der beiden Shows ist schwer auszumachen, ein wirklich dominantes Programm gab es nicht. Im ZDF kam Johannes B. Kerner mit seinem "Quiz-Champion" auf 3,18 Millionen Zuschauende und 9,1 Prozent Marktanteil beim jungen Publikum. "Die Diplomatin" im Ersten brachte es auf eine Reichweite von 5,27 Millionen (20,4 Prozent gesamt) und 10,3 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen. Insgesamt lag der Film vor allen anderen Primetime-Programmen. 

Bei RTL sorgte die lange schlechte Daytime dafür, dass der Tagesmarktanteil des Senders am Ende bei nur 8,8 Prozent lag. Den ersten Platz in den Quotencharts holte sich dagegen ProSieben mit 9,4 Prozent. Insgesamt setzte sich Das Erste (12,7 Prozent) an die Spitze vor dem ZDF (12,1 Prozent). Gut lief beim Tagesmarktführer auch die Zeit nach der "Diplomatin": "Donna Leon" unterhielt noch 3,37 Millionen Menschen, das entsprach 15,1 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum. Am Vorabend kam die Bundesliga-"Sportschau" sogar auf 20,3 Prozent, hier schalteten 3,68 Millionen ein.