Der Deutsche Bundestag stand am Dienstag stärker im Fokus der Öffentlichkeit als ohnehin schon. Nach der Wahl Ende September kam nämlich erstmals das neu gewählte Parlament zusammen. Die erste Sitzung des Bundestags ist ab 11 Uhr auch im Ersten übertragen worden, dort sahen 530.000 Menschen zu, was zu einem Marktanteil in Höhe von 8,2 Prozent führte. Damit lag die Übertragung zwar unter dem Senderschnitt, die Reichweite ist dennoch recht beachtlich, wenn man bedenkt, dass es teilweise doch recht langatmig war mit diversen Anträgen zur Geschäftsordnung, die abgearbeitet werden mussten. 

Sehr profitiert von der Übertragung der ersten Bundestagssitzung hat Phoenix. Leider weist die AGF für den Sender zwischen 10:30 und 16:45 Uhr etliche einzelne Strecken der Übertragung aus, einige davon sind nur wenige Minuten lang. So ist nur eine Stichprobe möglich - und die fällt sehr gut aus. Ein halbstündiger Teil gegen 11 Uhr erreichte 290.000 Menschen sowie 5,4 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum. Kurz danach waren sogar 360.000 und 5,7 Prozent drin. In beiden Fällen wurden beim jungen Publikum starke 6,2 Prozent gemessen. Auch zur Mittagszeit lag Phoenix mit der Übertragung noch bei 5,2 Prozent und am Nachmittag waren noch rund 3,0 Prozent drin. 

Den Tagessieg erreichte Das Erste am Dienstag mit einer "In aller Freundschaft"-Folge um 21 Uhr, hier sahen 5,04 Millionen Menschen zu. Eine erste Episode lag zuvor noch bei 4,55 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern. Mit Marktanteilen in Höhe von 17,5 und 15,5 Prozent kann man im Sender sehr zufrieden sein. Die "ZDFzeit"-Doku über royale Ehefrauen kam zur besten Sendezeit übrigens nur auf 9,4 Prozent Marktanteil, 2,76 Millionen Menschen sahen hier zu. "Frontal" fiel danach sogar auf 7,1 Prozent zurück. 

Nachdem im Ersten auch die "Tagesthemen" einen zweistelligen Wert beim Gesamtpublikum eingefahren hatten, sahen sich 2,68 Millionen Menschen die "Sportschau" mit den Zusammenfassungen der DFB-Pokalspiele an, das hatte 15,2 Prozent Marktanteil zur Folge. Das Porträt "Uwe Seeler - Einer von uns" erreichte danach noch 1,30 Millionen Menschen (14,3 Prozent). Weniger erfolgreich war Das Erste mit Fußball in der Daytime: Das WM-Qualispiel der DFB-Frauen gegen Israel schalteten nur 1,14 Millionen Menschen ein, damit waren nur 9,0 Prozent Marktanteil drin.