Quelle der Daten für diesen Artikel: AGF Videoforschung

Noch bevor der Donnerstag in Sat.1 ab 2022 mit Factual-Programmen bespielt werden soll, war in dieser Woche an diesem Abend ein Corona-Special sowohl bei Sat.1 als auch ProSieben zu sehen. Das hatte aber vor allem auf ProSieben katastrophale Auswirkungen, wo viele Menschen offensichtlich "The Voice of Germany" erwartet hatten und dann nicht 15 Minuten News sehen wollten. 

Die Zahlen im Detail: Das "Corona Spezial" erreichte bei ProSieben 1,21 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer, das hatte 7,8 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe zur Folge. Viel bitterer sind aber die "The Voice"-Quoten, die um 20:30 Uhr gestartete Ausgabe blieb bei einer Reichweite von 1,22 Millionen hängen. Der bisherige Tiefstwert aus den vergangenen beiden Wochen wurde damit um über eine halbe Million Zuschauerinnen und Zuschauer unterboten. Weniger Menschen als an diesem Donnerstag sahen noch nie "The Voice". Und auch bei den 14- bis 49-Jährigen sah es mit 8,9 Prozent so schlecht aus wie nie zuvor. 

Zuschauer-Trend: The Voice of Germany

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Quelle: DWDL.de-Recherche
dwdl.de/zahlenzentrale
ab 3 Jahren
14-49 Jahre

Die Strategie, mit einem Info-Programm Relevanz in die Primetime zu bringen, ist in diesem Fall jedenfalls nicht aufgegangen. Das "Corona Spezial" kam in Sat.1 übrigens zusätzlich auf 880.000 Zuschauerinnen und Zuschauer, der Marktanteil hier lag bei ebenfalls enttäuschenden 5,8 Prozent. Der erste Teil von "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes" steigerte sich danach immerhin noch auf 8,2 Prozent. 

Besser lief es übrigens für RTL, wo um 20:15 Uhr ebenfalls ein "RTL Aktuell"-Spezial zu sehen war. Das erreichte jedoch 3,48 Millionen Menschen sowie 13,8 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe. Das Promi-Special von "Wer wird Millionär?" kletterte danach noch leicht auf 14,8 Prozent, insgesamt sahen hier 3,60 Millionen Menschen zu. Von früheren Werten ist das Promi-Special der Quizshow aber mittlerweile weit entfernt. "RTL Direkt" konnte im Quiz-Sandwich allerdings mit guten 15,1 Prozent Marktanteil punkten, insgesamt sahen sich 3,39 Millionen Menschen die Nachrichtensendung an - mehr waren es seit dem Start noch nie.  

Richtig schlechte Nachrichten kommen für RTL dagegen aus dem Nachmittag: Das neue "echt jetzt?!" mit Ilka Bessin blieb am Donnerstag bei miesen 3,3 Prozent hängen und exakt diesen Wert erzielten danach auf die "Retourenprofis". Für beide Formate sind das Tiefstwerte. In Sat.1 lagen "Auf Streife" und "Auf Streife - Die Spezialisten" am Nachmittag bei 13,2 und 14,4 Prozent und auch die "Klinik am Südring" überzeugte mit 9,1 Prozent. 

Quelle für alle Daten in diesem Artikel: AGF Videoforschung in Zusammenarbeit mit GfK ; videoSCOPE 1.4, Marktstandard: TV