Bei Kabel Eins blickt man seit diesem Donnerstag hinter die Zäune von Berliner Gefängnissen. Für die neue Reihe "Berlin hinter Gittern" wurde in sämtlichen Gefängnissen der Hauptstadt gedreht, zum Start war die Langzeit-Doku noch kein Quoten-Knüller, aber immerhin auch kein Totalausfall. 600.000 Menschen sahen sich die erste Ausgabe des Formats an, 340.000 davon kamen aus der werberelevanten Zielgruppe. Der Marktanteil in der Zielgruppe lag bei 4,7 Prozent und damit über dem aktuell (sehr niedrigen) Senderschnitt.

 

Die gute Nachricht für Kabel Eins: Das "K1 Magazin" konnte danach noch 450.000 Zuschauerinnen und Zuschauer halten, damit steigerte sich auch der Marktanteil auf 5,6 Prozent. Allerdings lag man in der Primetime hinter RTLzwei, das mit "Hartes Deutschland - Leben im Brennpunkt" 770.000 Menschen zum Einschalten brachte. Und weil 440.000 davon zwischen 14 und 49 Jahren alt waren, lag auch der Marktanteil bei besseren 6,1 Prozent. "Das Messie-Team" rutschte im Anschluss auf 5,1 Prozent ab. 

Mit 4,7 Prozent (RTLzwei) und 4,4 Prozent (Kabel Eins) Tagesmarktanteil lagen jedoch beide Sender unter den Werten, die sie mit ihrem Abendprogramm eingefahren haben. Das hat gute Gründe: Bei RTLzwei lagen "Wollnys" und "Geissens" zur Mittagszeit bei nur 1,6 und 2,0 Prozent, später holte auch "Let’s Love" nur 3,2 Prozent. Bei Kabel Eins war der ganze Vormittag extrem schwach, hier wurden teilweise weniger als 2,0 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe gemessen. Am Vorabend enttäuschte dann auch "Achtung Kontrolle" einmal mehr mit schlechten 2,9 Prozent. Und damit wurden schließlich auch die Tagesmarktanteile in die Tiefe gezogen.