"Das Supertalent", das in den vergangenen Wochen durch deutlich einstellige Marktanteile auffiel, hatte an diesem Samstag Pause. Gegen das Finale von ProSiebens "The Masked Singer" wollte RTL seine einstige Hit-Show lieber nicht ins Rennen schicken und setzte stattdessen lieber auf "Bin ich schlauer als Lukas Podolski?" – doch ein Erfolg stellte sich auch damit nicht ein. Mit sieben Prozent Marktanteil in der Zielgruppe landete das Format nicht nur klar unter dem Senderschnitt, sondern auch meilenweit hinter ProSiebens Masken, die 25,6 Prozent holten. Für RTL nicht die einzige bittere Erkenntnis: Hinzu kam, dass die Gesamtreichweite mit nur 1,07 Millionen Zusehenden ziemlich niedrig ausfiel. So niedrig, dass das 20:15-Uhr-Format von RTL am Ende des Tages sehr deutlich den Einzug unter die 25 meistgesehenen Sendungen am Samstag verfehlte.

Überholen lassen musste sich "Bin ich schlauer als Lukas Podolski" beispielsweise von RTL-Schwester Vox. Dort sicherte sich "James Bond 007 – Der Morgen stirbt nie" 1,16 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer im Gesamtmarkt. Bei den 14- bis 49-Jährigen bescherten 0,43 Millionen Actionfans dem Sender annehmbare 5,9 Prozent. Stärker als die RTL-Unterhaltungsshow war auch das Primetimeprogramm von ARD und ZDF. Im Ersten lief primetimefüllend eine weitere Ausgabe der Show "Klein gegen Groß". Diese bekam die gewaltige Showkonkurrenz von ProSieben nur in Teilen zu spüren.

Im Gesamtmarkt kam die Sendung auf 5,63 Millionen zusehende Personen, das waren rund 0,14 Millionen mehr als bei der Oktober-Sendung, allerdings weniger als im zurückliegenden Winter und Frühjahr. Mit 20,3 Prozent Marktanteil bei den Zuschauenden ab drei Jahren bewegte man sich weiterhin auf äußerst hohem Niveau; Abschläge musste man bei den 14- bis 49-Jährigen hinnehmen. In dieser Altersklasse erreichte "Klein gegen Groß" 0,92 Millionen Menschen (fast so viele wie "Bin ich schlauer als…?" gesamt) und 12,9 Prozent Marktanteil. Zuletzt peilte die Sendung regelmäßig die 16-Prozent-Marke an oder übersprang sie sogar. Für "Klein gegen Groß" war es die niedrigste Quote bei den 14- bis 49-Jährigen seit Januar 2020.

Meistgesehene Fernsehsendung des Samstags war unterdessen die Erstausstrahlung des ZDF-Krimis "München Mord: Das Kamel und die Blume" ab 20:15 Uhr. 6,16 Millionen Menschen wollten sich den 90-Minüter nicht entgehen lassen, ermittelt wurden im Gesamtmarkt starke 20,6 Prozent. Bei den 14- bis 49-Jährigen landete der Film bei genau sieben Prozent Marktanteil. Schwerer tat sich direkt im Anschluss eine Wiederholung der Serie "Der Kriminalist", die noch auf durchschnittlich 3,31 Millionen Zusehende kam – die Gesamtquote sackte auf 11,9 Prozent ab.

Zurück zu RTL, der Sender holperte am Samstag mit 8,1 Prozent Tagesmarktanteil ins Ziel. Dort tat sich in der Late-Prime ein "Boys, Boys, Boys"-Special von "Take Me Out" mit mageren 7,3 Prozent sehr schwer. Stark lief einzig die Vorabendschiene. 10,4 und sogar 13,5 Prozent sicherten sich die Magazine "Explosiv – weekend" und "Exclusiv – Weekend", die um 18:45 Uhr gestarteten Nachrichten des Senders erreichten 16,7 Prozent Marktanteil, im Anschluss kam "Life" auf 10,7 Prozent. Am frühen Morgen zeigte der Sender unterdessen drei Episoden einer Sendung, die einst für den Nachmittag konzipiert wurde und kommendes Jahr auch in der Daytime gezeigt werden soll als Erstausstrahlung: "Wir lieben Camping – Unser Urlaub, unser Platz" war zwischen 5:40 und 8:40 Uhr im Programm vertreten – die mittlere Folge machte ihre Sache mit 9,9 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe und insgesamt etwa 220.000 Zuschauerinnen und Zuschauern gar nicht schlecht. Zuvor waren 200.000 dabei, danach 250.000. Die Quoten der ersten und letzten Episode des Tages beliefen sich bei den Werberelevanten auf 6,7 und 6,6 Prozent.

Recht gut kam auch ein Nitro-Neustart aus dem Startblock. 1,9 Prozent Marktanteil generierten die neuen "Rettungsflieger" ab 17:30 Uhr (gesamt 0,31 Millionen). Angeschoben wurde die Sendung aber auch von starken Folgen des Formats "Miniatur Wunderland" – direkt im Vorfeld sicherte sich Nitro damit 2,7 Prozent Marktanteil bei den Zuschauenden im Alter zwischen 14 und 49 Jahren.