Ach wenn sich "The Voice of Germany" in der vergangenen Woche dank zeitversetzter Nutzung nachträglich doch noch in die Zweistelligkeit rettete - dass der Musikshow in diesem Jahr so sehr wie noch nie die Puste ausgeht, ist unverkennbar. Das zeigte sich auch am Donnerstag wieder, als "The Voice" zum Start der sogenannten "Sing-Offs" zum vorerst letzten Mal bei ProSieben lief. Zwar fiel die Reichweite mit 1,52 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern um rund 300.000 höher aus als am vorigen Donnerstag, doch in der Zielgruppe lag der Marktanteil wieder nur bei ernüchternden 9,5 Prozent. 

ProSieben lag damit übrigens nur den zwölften Platz der meistgesehenen Sendungen in der Zielgruppe und landete in der Primetime noch hinter Sat.1, wo ein abermaliger Aufguss des zweiten Teils von "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes" auf überzeugende 10,4 Prozent Marktanteil kam. Am späten Abend überzeugte dort zudem auch noch "The Day After Tomorrow" mit genau 10,0 Prozent. Ganz anders hingegen die Lage bei ProSieben, wo das Zusammenspiel zwischen "The Voice" und "red" gar nicht funktionierte. Mehr als ein Marktanteil von 5,3 Prozent war in der Zielgruppe für das Magazin nicht drin.

Sehr durchwachsen verlief der Abend indes für RTL, wo das Europa-League-Spiel zwischen Eintracht Frankfurt und Royal Antwerpen auf dem Programm stand und mit der ersten Halbzeit zunächst noch einstellig blieb. 9,3 Prozent betrug der Marktanteil um 21:00 Uhr, eine Stunde später waren dann immerhin 11,5 Prozent drin. Insgesamt zog die Reichweite zu diesem Zeitpunkt auf 2,82 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer an. 

Begonnen hatte der Abend übrigens ebenfalls erfolgreich: Das halbstündige "RTL aktuell Spezial" kam zunächst auf 2,46 Millionen Menschen und bescherte dem Privatsender um 20:15 Uhr in der Zielgruppe dank überzeugende 14,0 Prozent Marktanteil sogar die Marktführerschaft. Viele schalteten danach jedoch erst mal ab, sodass die Fußball-Vorberichterstattung auf 7,5 Prozent fiel. Auch die Highlights nach Abpfiff waren mit nur 6,0 Prozent wenig gefragt. Das wiederurm schadete den "RTL Topnews", die zu später Stunde mit 4,8 Prozent versagten.