Quelle der Daten für diesen Artikel: AGF Videoforschung

Das Erste war am Sonntag sowohl beim Gesamtpublikum als auch bei den 14- bis 49-Jährigen Marktführer. Die Gründe dafür sind schnell gefunden: Neben dem obligatorischen Primetime-Krimi punkteten tagsüber über Stunden hinweg auch die zahlreichen Wintersport-Übertragungen. Doch der Reihe nach: Mit 9,24 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern war Charly Hübners Abschied vom "Polizeiruf 110" um 20:15 Uhr die klare Nummer eins. Der Marktanteil belief sich auf stolze 28,8 Prozent. Besser lief es für den Rostocker Krimi noch nie.

Mithalten konnte kein anderer Sender, auch nicht das ZDF, wo "Horst Lichter - Keine Zeit für Arschlöcher" zu sehen war. Mit 4,12 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern kam der "Herzkino"-Film auf solide, aber letztlich verhaltene 12,8 Prozent Marktanteil. Und beim jungen Publikum reichte es für nur 5,2 Prozent. Auch hier war der "Polizeiruf" in der Primetime oben auf: 1,53 Millionen 14- bis 49-Jährigen sorgten für 19,2 Prozent Marktanteil - stärker war am Sonntag nur die "Tagesschau". Etwas ernüchternd ist allenfalls, dass die Miniserie "Schneller auf die Angst" anschließend auf 5,5 Prozent zurückfiel. Insgesamt blieben 3,07 Millionen Personen dran.

Als stärkster Krimi-Verfolger in der Zielgruppe ging Sat.1 hervor, wo man einmal mehr "Fack ju Göhte" aus dem Archiv holte. Immerhin 10,8 Prozent Marktanteil waren mit der Wiederholung drin, ein Prozentpunkt mehr als ProSieben mit "Thor: Tag der Entscheidung" erzielte. Bei RTL enttäuschte dagegen "In Time - Deine Zeit läuft ab" mit dürftigen 7,5 Prozent. Insgesamt wollten nur 1,11 Millionen Menschen den Streifen sehen, sodass hier sogar lediglich 3,6 Prozent drin waren. Später am Abend verzeichnete "Hellboy" sogar nur noch 6,3 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe.

Das Erste verbuchte dagegen schon tagsüber Millionen-Reichweiten: So erreichte der Biathlon-Weltcup der Männer zur Mittagszeit im Schnitt 4,05 Millionen Fans sowie 26,1 Prozent Marktanteil, bei den Frauen waren später sogar 4,62 Millionen sowie 27,0 Prozent drin. Aber auch Ski-Weltcup, Bob und Skispringen sorgten für Spitzen-Quoten am Nachmittag - übrigens auch beim jungen Publikum, wo der Wintersport in der Spitze für knapp 20 Prozent Marktanteil sorgte.

Die Bilanz des neuen Vorabends fällt dagegen durchwachsen aus, auch wenn der "Weltspiegel" trotz früherer Sendezeit stabil blieb und ab 18:30 Uhr auf 2,13 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer sowie 8,5 Prozent Marktanteil kam - was wohl auch am Rückenwind durch den Wintersport gelegen haben dürfte, der schon dem "Bericht aus Berlin" zuvor zu 2,4 Millionen Zuschauenden verhalf. Die nach hinten verlegte "Sportschau" tat sich dagegen mit 1,91 Millionen Fans und 6,8 Prozent Marktanteil schwer - und erwies sich noch dazu nicht mal als der erhoffte Jungbrunnen: Mehr als ein Marktanteil von 4,9 Prozent war bei den 14- bis 49-Jährigen zunächst nicht zu holen.

Quelle für alle Daten in diesem Artikel: AGF Videoforschung in Zusammenarbeit mit GfK ; videoSCOPE 1.4, Marktstandard: TV