Quelle der Daten für diesen Artikel: AGF Videoforschung

Wenn Boerne und Thiel ermitteln, dann schauen so viel Menschen zu wie bei kaum einer anderen Sendung im deutschen Fernsehen - das hat sich auch im Jahr 2022 nicht geändert: Der "Tatort: Des Teufels langer Atem" lockte am Sonntagabend 14,16 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer zum Ersten. Das entsprach einem sensationellen Marktanteil von 41,0 Prozent beim Gesamtpublikum, auch bei den 14- bis 49-Jährigen war es mehr als jeder Dritte, der am Sonntagabend vor dem Fernseher saß: 3,09 Millionen Menschen aus dieser Altersgruppe sorgten für 34,0 Prozent Marktanteil. Auch die letzte Folge im Mai hatten schon mehr als 14 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgt, eine höhere Reichweite hatte in der "Tatort"-Geschichte bislang nur ein Film im Jahr 2017 - und auch damals kam er aus Münster.

Direkt im Anschluss lief wie üblich noch eine Wiederholung des "Tatorts" bei One, wo er nochmal 630.000 Leute erreichte. Dem Ersten gelang es hingegen nicht, allzu viele Zuschauer auch nach 21:45 Uhr dran zu halten. Weil Anne Will noch in der Winterpause weilt, lief dort der Film "Nazijäger - Reise in die Finsternis", der allerdings nur 2,41 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer zählte. Der Marktanteil stürzte auf wenig mehr als ein Viertel des vorherigen "Tatorts" ab, 10,6 Prozent wurden beim Gesamtpublikum noch erreicht, bei den 14- bis 49-Jährigen waren es 6,6 Prozent.

Viele wechselten vom "Tatort" direkt zum "heute-journal" im ZDF, das mit 6,38 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern sehr stark lief. Der Marktanteil beim Gesamtpublikum belief sich auf 23,2 Prozent beim Gesamtpublikum und 12,3 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen. Und im Anschluss lief es im ZDF auch für "Inspector Barnaby" richtig gut: 3,31 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer sahen insgesamt zu, 17,8 Prozent betrug der Marktanteil beim Gesamtpublikum. Dass es bei den 14- bis 49-Jährigen nur für 5,7 Prozent reichte, dürfte man in Mainz leicht verschmerzen können. Um 20:15 Uhr hatte das ZDF noch keine Chance gegen den "Tatort": Der Herzkino-Film "Inga Lindström: Schmetterlinge im Bauch" musste sich mit 4,18 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern und einem mittelmäßigen Marktanteil von 12,1 Prozent zufrieden geben. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden sogar nur 4,5 Prozent Marktanteil erzielt.

Tagsüber punkteten Das Erste und das ZDF bereits mit Sport: Während im Ersten die Handball-EM am Vorabend von 5,11 Millionen Menschen verfolgt wurde, was bei Jung und Alt für starke 19,6 Prozent Marktanteil reichte, stand im ZDF schon ab dem Vormittag Wintersport auf dem Programm, was über viele Stunden den Marktanteil über der 20-Prozent-Marke hielt. Am gefragtesten waren dabei wie üblich die Biathlon-Übertragungen: Bei den Frauen saßen mittags schon 4,11 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer vor dem Fernseher, bei den Herren später 4,82 Millionen. Der Marktanteil belief sich zu diesem Zeitpunkt auf 28,4 Prozent beim Gesamtpublikum und 20,7 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen.

Alles in allem war es somit sowohl fürs Erste als auch fürs ZDF ein äußerst erfolgreicher Sonntag. Das Erste wurde mit einem Tagesmarktanteil von 16,1 Prozent vor dem ZDF mit 15,5 Prozent Marktführer beim Gesamtpublikum. Auch bei den 14- bis 49-Jährigen lag Das Erste mit einem Tagesmarktanteil von 12,9 Prozent vor der Konkurrenz. ProSieben als stärkster Verfolger kam mit 9,4 Prozent über die Ziellinie, dahinter rangiert das ZDF mit 8,3 Prozent noch vor den übrigen Privaten.

Quelle für alle Daten in diesem Artikel: AGF Videoforschung in Zusammenarbeit mit GfK ; videoSCOPE 1.4, Marktstandard: TV