Quelle der Daten für diesen Artikel: AGF Videoforschung

Mal kein Krimi, sondern einen Film über Organhandel sendete das ZDF am Montagabend - was die Quoten des sonst so erfolgsverwöhnten Senders spürbar drückte. Durchschnittlich nur 2,80 Millionen Menschen entschieden sich um 20:15 Uhr für "Leben über Kreuz", was die schwächste Reichweite eines "Fernsehfilms der Woche" seit etwa vier Jahren bedeutete. Der Marktanteil lag daher bei nur 10,7 Prozent.

Auch um 20:15 Uhr lief es für das ZDF mit der Film-Reihe "Die purpurnen Flüsse" recht durchwachsen: Dort sorgten 1,69 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer für 10,9 Prozent Marktanteil, nachdem sich das "heute-journal" zwischenzeitlich auf 3,18 Millionen steigerte. Schwach schnitt der Sender am Montag insbesondere beim jungen Publikum ab, wo "Leben über Kreuz" nicht über 4,2 Prozent Marktanteil hinauskam und "Die purpurnen Flüsse" später sogar bei 3,0 Prozent verharrte.

Allerdings gelang es den Mainzern, mit dem Spartensender ZDFneo einige Krimi-Fans einzusammeln: So erreichte "Inspector Barnaby" bei dem Spartensender im Schnitt 1,91 Millionen Menschen und steigerte mit einer weiteren Folge den Marktanteil gegen 22 Uhr auf beachtliche 9,1 Prozent. Insgesamt waren zu diesem Zeitpunkt immer noch 1,67 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer dabei. Von der ZDF-Schwäche profitierte aber auch das MDR Fernsehen, das mit dem "Tatort: Höllenfahrt" zur besten Sendezeit bundesweit 1,90 Millionen Personen unterhielt und damit, außer RTL, sämtliche Privatsender hinter sich ließ.

Die meistgesehenen Sendungen des Tages liefen derweil im Ersten, allen voran die "Tagesschau", die dort von 4,76 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern gesehen wurde. Der "Brennpunkt" kam danach auf 3,79 Millionen Menschen, ehe das vorgezogene "Hart aber fair" schließlich noch auf 2,90 Millionen Personen und 11,0 Prozent Marktanteil kam. Für den Talk mit Frank Plasberg bedeutete das die höchste Reichweite seit Ende März.

Quelle für alle Daten in diesem Artikel: AGF Videoforschung in Zusammenarbeit mit GfK ; videoSCOPE 1.4, Marktstandard: TV