Quelle der Daten für diesen Artikel: AdScanner

In Zusammenarbeit mit AdScanner veröffentlicht das Medienmagazin DWDL.de täglich die Hitlisten der Produkte, für die am Vortag im TV die meisten Spots geschaltet bzw. deren Spots die höchsten Reichweiten erzielt haben. Seit Anfang Mai findet die Auswertung nun also auf Produkt-Ebene statt: Sind mehrere unterschiedliche Spots für das gleiche Produkt geschaltet, zählen wir diese zusammen. So ergibt sich ein klareres Bild, wie hoch der Werbedruck für ein Produkt wirklich war.

Die Messung der Reichweiten basiert auf der sekundengenauen Erhebung der TV-Nutzung von rund einer Million Haushalten in Zusammenarbeit mit Vodafone. Statt nur einer durchschnittlichen Werbeinsel-Reichweite kann AdScanner auch Unterschiede innerhalb eines Werbeblocks sichtbar machen. Daher werden aus dem branchenüblichen GRP (Gross Rating Points), der Brutto-Reichweite in Prozent, die den erzeugten Werbedruck misst, bei AdScanner der sekundengenaue XRP (Exact Rating Points), bezogen auf die gemessenen Vodafone-Haushalte.

xrp220525 © AdScanner

Besonders erfolgreich verliefen die Werbeschaltungen von zwei Entertainment-Unternehmen. RTL Interactive dominierte auch am Mittwoch mit Spots für RTL+ das Werberanking. Für den Streamingdienst und die dortigen Angebote wurde am Mittwoch 165 Mal geworben – genutzt wurden dabei naheliegenderweise ausschließlich zur Sendergruppe gehörende Kanäle. Erzielt wurde ein XRP von etwas mehr als 93, der beste des Tages.

werbung220525 © AdScanner


Doch Sky Deutschland war RTL auf den Fersen. Die Spots liefen insgesamt 176 Mal im TV, erzielten mit rund 70 aber einen etwas niedrigeren XRP-Wert. Das lag auch daran, dass sie mitunter auch auf Pay-TV-Sender verteilt waren und dort naturgemäß etwas weniger Publikum erreichten. Das ist auch der Grund, weshalb Burger King mit weniger als der Hälfte geschalteter Spots auf einen nahezu identischen XRP-Wert (ebenfalls rund 70) kam. Die Burger-Kette warb dabei besonders oft im ProSieben-Programm. Fast jeder dritte Spot war dort zu sehen. Kaum gebucht wurde Sat.1; dort warb Burger King den ganzen Tag über nur einmal.

Zum Verständnis der XRP: Hier handelt es sich um eine Brutto-Reichweite, die Einzel-Reichweite jeder Ausstrahlung wird somit aufaddiert. Ein Beispiel: Läuft ein Spot zehn Mal und erreicht dabei jeweils fünf Prozent der gemessenen Vodafone-Haushalte, ergibt das für den gesamten Tag 50 XRP - auch wenn es immer die gleichen fünf Prozent gewesen wären.