Quelle der Daten für diesen Artikel: AGF Videoforschung

Ohne Frage ist "Princess Charming" eines der Formate, die in erster Linie für die Verwertung beim Streamingdienst RTL+ hergestellt werden – und somit für die zeitlich flexible Nutzung. Das lässt sich allein schon an der Existenz einer zweiten Staffel erkennen. Denn im klassischen Vox-Programm waren bekanntlich schon die Folgen der Auftaktstaffel kein Erfolg. In Zahlen: Am Freitagabend holte die Sendung im Herbst 2021 gerade einmal rund 3,3 Prozent Marktanteil (nach jeweils vorläufigen Daten).

Die zweite Staffel läuft daher nachts, die Auftaktepisode war nun am ganz späten Dienstagabend ab 0:25 Uhr zu sehen. Mit 3,2 Prozent Marktanteil lief es linear nicht gut. Rund 130.000 Menschen sahen die Kuppelshow. Die im Vorfeld gesendeten "Vox Nachrichten" hatten noch 5,8 Prozent Marktanteil eingefahren, ein fast vierstündiges "Sing meinen Song" rund um die größten Sommerhits bespielte die Primetime und Late-Prime mit 5,3 Prozent. Alles in allem war es also ein Dienstagabend, über den bei Vox wohl jetzt schon niemand mehr freudig sprechen mag.

Sehr zufrieden dürfte indes RTLzwei mit der Rückkehr von "Deutschland – Deine Schulden" sein. Zur besten Sendezeit sicherte sich die zweistündige Sendung am Dienstag 5,9 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe (gesamt 0,6 Millionen Seherinnen und Seher). Sogar auf 8,4 Prozent steigerte sich direkt danach "Armes Deutschland – Stempeln oder abrackern?", das von im Schnitt 0,64 Millionen Personen verfolgt wurde. Und nachts lag RTLzwei – ganz im Vox-Style – mit True Crime weit über Senderschnitt. "Autopsie" kam auf bis zu 9,1 Prozent bei den Jüngeren. Möglicherweise ist das ein "Princess Charming"-Effekt, denn anders als sonst lief zu Beginn der Nacht bei Vox kein "Medical Detectives".

Probleme hat unterdessen weiterhin die US-Serie "Roswell: New Mexico", mit der sixx tapfer seine Dienstags-Primetime bis 22:10 Uhr bespielt. Mehr als 0,6 Prozent in der Zielgruppe waren aber auch in dieser Woche nicht drin. Die Reichweiten lagen bei 110.000 und 100.000 Zusehenden.

Quelle für alle Daten in diesem Artikel: AGF Videoforschung in Zusammenarbeit mit GfK ; videoSCOPE 1.4, Marktstandard: TV