Quelle der Daten für diesen Artikel: AGF Videoforschung

Keine Fernsehsendung erreichte am Mittwoch im Deutschland mehr als vier Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer im Schnitt. Das ist auch deshalb ein bisschen überraschend, weil Eintracht Frankfurt nach dem Gewinn der UEFA Europa League für den nächsten Coup hätte sorgen können. Beim UEFA Super Cup traf das Team auf den amitierenden Champions League-Sender aus Madrid, verlor das Spiel aber. Über eine Sublizenz von DAZN gelang das um 21 Uhr gestartete Match auch zu RTL ins Free-TV, wo die erste Halbzeit auf 3,88 und die zweite Hälfte auf 3,86 Millionen Fans kam.

Somit erzielte der Privatsender bei allen 16,8 und 19,2 Prozent Marktanteil – bei den Jüngeren wurden starke 21,7 sowie 22,9 Prozent gemessen. Damit war RTL am Mittwoch natürlich die Marktführung sicher. Allerdings hatte man nicht allzu großen Abstand zu einem weiteren Primetime-Special der ZDF-Trödelshow "Bares für Rares", das zur besten Sendezeit auf 3,79 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer kam. Die Publikumsstruktur war jedoch deutlich anders. Horst Lichter und Co. kamen auf 17,1 Prozent Marktanteil insgesamt, bei den Jüngeren standen aber nur 8,6 Prozent zu Buche – für das ZDF ist das dennoch ein überdurchschnittlicher Wert.

Das Erste, das um 20 Uhr mit der "Tagesschau" noch 3,86 Millionen Personen informierte, musste sich schließlich ab 20:15 Uhr mit durchschnittlich 2,74 Millionen Einschaltenden begnügen. Der 90-Minüter "Nichts zu verlieren" sicherte sich somit passable 2,73 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer. Direkt danach hielt "Plusminus" noch 1,77 Millionen bei der Stange.

Bei RTL endete der lange Fußballabend erst gegen 23:45 Uhr. Die Siegerehrung, Analysen und entsprechende Nachberichte hatten nach 23 Uhr noch 12,9 Prozent Marktanteil (14-49) erzielt. Für "Der unfassbar schlauste Mensch der Welt", das erst nach ein Uhr zu Ende war, lief es danach nicht wirklich gut. Die siebte Ausstrahlung der Rateshow mit Hans Sigl kam nicht über 7,4 Prozent Marktanteil hinaus. Sowohl dieser Wert als auch die Reichweite (0,62 Mio.) waren ein bisheriger Negativ-Rekord.

Quelle für alle Daten in diesem Artikel: AGF Videoforschung in Zusammenarbeit mit GfK ; videoSCOPE 1.4, Marktstandard: TV