Quelle der Daten für diesen Artikel: AdScanner

In Zusammenarbeit mit AdScanner veröffentlicht das Medienmagazin DWDL.de täglich die Hitlisten der Produkte, für die am Vortag im TV die meisten Spots geschaltet bzw. deren Spots die höchsten Reichweiten erzielt haben. Seit Anfang Mai findet die Auswertung nun also auf Produkt-Ebene statt: Sind mehrere unterschiedliche Spots für das gleiche Produkt geschaltet, zählen wir diese zusammen. So ergibt sich ein klareres Bild, wie hoch der Werbedruck für ein Produkt wirklich war.

Die Messung der Reichweiten basiert auf der sekundengenauen Erhebung der TV-Nutzung von rund einer Million Haushalten in Zusammenarbeit mit Vodafone. Statt nur einer durchschnittlichen Werbeinsel-Reichweite kann AdScanner auch Unterschiede innerhalb eines Werbeblocks sichtbar machen. Daher werden aus dem branchenüblichen GRP (Gross Rating Points), der Brutto-Reichweite in Prozent, die den erzeugten Werbedruck misst, bei AdScanner der sekundengenaue XRP (Exact Rating Points), bezogen auf die gemessenen Vodafone-Haushalte.

xrp221006 © AdScanner

Das finale Quartal eines Kalenderjahres ist für Pay-TV-Sender wie Sky in aller Regel ganz entscheidend, nicht zuletzt, weil die konsumintensive Weihnachtszeit hineinfällt. Zum Start dieses Quartals hat der Pay-TV-Sender jedenfalls fleißig geworben; nicht nur für sein Programm im Speziellen, sondern auch weiterhin für das Bundle mit Netflix. Am Donnerstag allein liefen im deutschen Fernsehen 207 Sky-Spots – damit ließ sich ein XRP-Wert in Höhe von 60,86 erzielen.

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Nur Immobilien Scout war noch aktiver – das Unternehmen nahm 16 Buchungen mehr als Sky vor. Hier wurde aber fast nur auf Nischensender gesetzt, denn trotz der Vielzahl an Spots blieb die damit generierte Reichweite arg überschaubar. Der XRP lag bei knapp 22. Ganz ähnlich ging noch ein weiteres Unternehmen vor, das am Donnerstag zu den Top-Werbenden gehörte: Taxfix buchte fast 182 Mal, generierte damit aber nur rund 18 XRP. Buhl Data Service warb indes knapp 190 Mal für sein Produkt Wiso Steuer, nutzte dafür aber reichweitenstärkere Umfelder und gelangte somit auf einen XRP von knapp 37. 

Zum Verständnis der XRP: Hier handelt es sich um eine Brutto-Reichweite, die Einzel-Reichweite jeder Ausstrahlung wird somit aufaddiert. Ein Beispiel: Läuft ein Spot zehn Mal und erreicht dabei jeweils fünf Prozent der gemessenen Vodafone-Haushalte, ergibt das für den gesamten Tag 50 XRP - auch wenn es immer die gleichen fünf Prozent gewesen wären.