Quelle der Daten für diesen Artikel: AGF Videoforschung

Erstmals ist am Sonntag ein Spiel der NFL in München ausgetragen worden - und das hat das in den vergangenen Jahren ohnehin deutlich angestiegene Interesse der deutschen Fans noch einmal spürbar angefacht, wie die Quoten von ProSieben zeigen. So erreichte der Sender schon mit seiner Vorberichterstattung ab 14:00 Uhr im Schnitt 810.000 Zuschauerinnen und Zuschauer sowie einen Marktanteil von 15,4 Prozent in der Zielgruppe. Die anschließende Partie zwischen den Seattle Seahawks und den Tampa Bay Buccaneers erzielte danach sogar konstant mehr als 20 Prozent.

Konkret brachte es schon das erste Quarter auf beachtliche 23,6 Prozent Marktanteil sowie insgesamt 1,32 Millionen Fans. Das zweite Quarter steigerte sich danach sogar auf 1,51 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer, darunter 900.000 zwischen 14 und 49 Jahren. In der Zielgruppe lag der ProSieben-Marktanteil zu diesem Zeitpunkt somit bei starken 25,3 Prozent. Und auach in den weiteren Quartern blieben die Marktanteile mit 23,4 und 21,6 Prozent noch ausgesprochen hoch. Das letzte Viertel erreichte im Schnitt 1,67 Millionen Fans, die auch beim Gesamtpublikum noch für sehr überzeugende 8,3 Prozent Marktanteil sorgten.

Im weiteren Verlauf des Abends ließ die Lust auf die NFL allerdings spürbar nach: In Konkurrenz zum Münster-"Tatort" erzielte das Spiel zwischen den Minnesota Vikings und den Buffalo Bills zeitweise nur 5,0 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe und auch die am späten Abend übertragene Partie zwischen den Dallas Cowboys und den Green Bay Packer blieb lange einstellig. Allerdings konnte auch RTL mit der Formel 1 am Sonntagabend viel reißen: Das Brasilien-Rennen blieb bei RTL mit 9,3 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe erstaunlich blass und lockte insgesamt nur 2,83 Millionen Fans vor den Fernseher. Weitere 6,5 Prozent erzielte übrigens die Sky-Übertragung, die insgesamt 750.000 Zuschauerinnen und Zuschauer zählte.

Die Highlights des Rennens mussten sich bei RTL übrigens nur mit 5,2 Prozent Marktanteil begnügen und auch die Netflix-Doku "Schumacher" tat sich danach mit 7,2 Prozent sowie insgesamt 1,26 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern schwer. Immerhin: Wer einmal einschaltete, blieb dann auch dran - zu später Stunde hielt die Reportage "Michael Schumacher - Sein schwester Kampf" noch 1,10 Millionen Menschen vor dem Fernseher und steigerte den RTL-Marktanteil in der Zielgruppe auf 10,3 Prozent. Die Marktführerschaft ging letztlich aber weder an RTL noch an ProSieben - sondern auch Das Erste, wo der "Tatort" nicht zu schlagen war.

Quelle für alle Daten in diesem Artikel: AGF Videoforschung in Zusammenarbeit mit GfK ; videoSCOPE 1.4, Marktstandard: TV