Quelle der Daten für diesen Artikel: AdScanner

Der Mittwoch war der vierte Tag der umstrittenen Katar-Fußball-WM, die wegen der hohen Temperaturen vor Ort im Juni und Juli nun auf die Vorweihnachtszeit verschoben wurde. Doch die Temperaturen sind bekanntlich längst nicht die einzigen Kritikpunkte an der Wüsten-WM. Katar und dort ansässige Firmen nutzen die Sportveranstaltung natürlich in erster Linie zu Präsentations- und PR-Zwecken; doch ob es ihnen wirklich gelingen wird, das Image aufzubessern, ist insbesondere seit der jüngeren Vergangenheit fraglich.

Die Fluggesellschaft Emirates, in staatlichem Besitz, bucht dennoch weiter fleißig Werbung um Umfeld ihrer eigenen WM - auch bei den deutschen Sendern. Am Mittwoch präsentierte sie die Übertragungen im Ersten als offizieller Sponsor – und war somit elf Mal in direktem Umfeld des rollenden Leders zu sehen. Die elf sehr kurzen Spots (je nur fünf Sekunden lang) bekamen aber eine entsprechend hohe Aufmerksamkeit. Der ermittelte XRP lag bei rund 103 Punkten.

xrp221123 © AdScanner
 

Somit war die Werbereichweite sogar etwas höher als bei den Check24-Presenter-Spots. Davon liefen am Mittwoch 13 Stück im Fernsehen, der XRP belief sich dabei auf rund 95. XRP-König wurde am Mittwoch indes erneut Discounter Lidl, der knapp 200 Mal für seine aktuellen Angebote trommelte und damit auf 167,49 Punkte kam.

werbung221123 © AdScanner

Welches Unternehmen hat gestern das Fernsehen am stärksten für seine Kommunikation genutzt? DWDL.de und AdScanner bringen Licht ins Dunkel und veröffentlichen täglich die Hitlisten der Produkte, für die am Vortag die meisten Spots geschaltet wurden bzw. deren Spots die höchsten Brutto-Reichweiten erzielt haben - wobei Eigenwerbung der Sender hiervon ausgenommen ist. Die Messung der Reichweiten basiert auf der sekundengenauen Erhebung der TV-Nutzung von rund einer Million Haushalten in Zusammenarbeit mit Vodafone.

Statt einer durchschnittlichen Werbeinsel-Reichweite macht AdScanner also auch Unterschiede innerhalb eines Werbeblocks sichtbar. Statt der bislang branchenüblichen GRP (Gross Rating Points) spricht AdScanner daher von XRP (Exact Rating Points), die sich immer auf die gemessenen Vodafone-Haushalte beziehen. Da es sich um Brutto-Reichweiten handelt, werden dafür die Einzel-Reichweite jeder Ausstrahlung aufaddiert. Zur Veranschaulichung: Läuft ein Spot zehn Mal und erreicht dabei jeweils fünf Prozent der gemessenen Vodafone-Haushalte, ergibt das für den gesamten Tag 50 XRP - auch wenn es immer die gleichen fünf Prozent gewesen wären.