Quelle der Daten für diesen Artikel: AGF Videoforschung

Mehr als 50 Prozent Marktanteil insgesamt, über 60 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen: Trotz rückläufiger Quoten, Das Erste hat den Abend mit seiner Übertragung des Deutschland-Spiels eindeutig dominiert. Selbst nach 22:30 Uhr schauten noch über sieben Millionen Menschen das Prorgamm des Ersten. Erstaunlich daher: Der Plan von Sat.1 ging am Donnerstag auf. "Promi Big Brother", das um 22:15 Uhr startete, spürte die große Konkurrenz nicht. Die Realityshow kam unbeeindruckt auf schon von den Vortagen bekannte 1,11 Millionen Zusehende. Bei den Umworbenen wurden 8,4 Prozent Marktanteil gemessen. Kaum anzunehmen, dass das einem anderen Format gelungen wäre. Eine "112 Notruf Deutschland"-Wiederholung nämlich hatte die Sat.1-Primetime (gegen den rollenden Ball) mit gerade einmal 1,7 Prozent in der Zielgruppe eröffnet. Somit lag Sat.1 zu diesem Zeitpunkt noch hinter "Deutschlands größte Geheimnisse" (Kabel Eins), die auf im Schnitt 2,1 Prozent kamen.

Und auch RTL kam nicht an Kabel Eins vorbei: "Unvergessen" rund um kultige TV-Momente musste sich mit zwei Prozent in der Zielgruppe zufriedengeben. Anders als in Sat.1 zogen die Quoten später jedoch nicht spürbar an: "RTL Direkt" tat sich mit 3,2 Prozent bei den Umworbenen sehr schwer, ein nachfolgendes "stern TV Live-Experiment: Wie entscheiden Sie?", in dem über das Schicksal einer wegen Totschlags vor Gericht stehenden Ärztin entschieden werden sollte, steigerte sich ab 22:35 Uhr nur auf 4,7 Prozent. ProSieben setzte auf spektakuläre Momente vor laufender Kamera und zeigte ab 20:15 Uhr das dreistündige "Unglaublich", das mit 2,6 Prozent keine Bäume ausriss.  

Auf diesem Niveau pendelte sich auch der Vox-Spielfilm "Krieg der Welten" ein: Diesen sahen ab 20:15 Uhr im Schnitt 2,8 Prozent der Umworbenen. Die Gesamtreichweite lag bei rund 700.000 Zusehenden. Deutlich schwerer tat sich bei RTLzwei ein "Hartes Deutschland"-Doppelpack. Die beiden Episoden kamen nicht über 1,2 und 2,4 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe hinaus. 0,38 und 0,40 Millionen Menschen schauten die Sozialreportagen im Schnitt.

Mit Blick auf die Gesamtreichweite in der Primetime war es einzig der ZDF-"Bergdoktor", der gute Ergebnisse erzielte. 3,61 Millionen Menschen sahen die 90 Minuten lange Folge, die um 20:15 Uhr begann. Mit damit verbundenen elf Prozent Marktanteil darf man auf dem Lerchenberg durchaus zufrieden sein. Niedrig fiel das Interesse bei den Jüngeren aus, aber auch hier landete die Folge mit 3,2 Prozent vor allen großen Privaten.

Quelle für alle Daten in diesem Artikel: AGF Videoforschung in Zusammenarbeit mit GfK ; videoSCOPE 1.4, Marktstandard: TV