Quelle der Daten für diesen Artikel: AGF Videoforschung

ARD und ZDF haben sich am Samstagabend ein Kopf-an-Kopf-Duell geliefert - doch am Ende setzte sich die Fußball-Weltmeisterschaft beim Gesamtpublikum hauchdünn an die Spitze der Quoten-Charts. Durchschnittlich 4,71 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer sahen ab 20 Uhr das Viertelfinale zwischen Argentinien und Australien im Ersten, sodass der Marktanteil bei 18,9 Prozent lag, während der ZDF-Krimi "Friesland" mit 4,70 Millionen sowie 18,7 Prozent denkbar knapp dahinter landete.

Bei den 14- bis 49-Jährigen herrschten hingegen eindeutigere Verhältnisse: Dort performte "Friesland" mit einem Marktanteil von 7,3 Prozent zwar gut und auf Augenhöhe mit RTL, ProSieben und Sat.1, doch das WM-Spiel war mit 1,35 Millionen Fans, die einem Marktanteil von 25,4 Prozent entsprachen, nicht zu schlagen. Die Quoten liegen damit allerdings weiter spürbar unter denen vergangener Turniere - und der zwischenzeitliche Aufwärtstrend scheint seit dem frühen deutschen WM-Aus schon wieder zunichte zu sein. Zum Vergleich: Die Achtelfinals hatten vor vier Jahren noch zweistellige Millionen-Reichweiten und Marktanteile von über 40 Prozent beim jungen Publikum eingefahren.

Für das Nachmittagsspiel zwischen den Niederlanden und den USA liegen übrigens keine Quoten vor, weil diese Partie ausschließlich bei Magenta TV lief. Das Erste war dafür tagsüber mit Wintersport sehr erfolgreich: So trieb der Biathlon-Weltcup der Männer den Marktanteil am Vormittag bereits auf stolze 28,0 Prozent beim Gesamtpublikum. Durchschnittlich 2,04 Millionen Menschen verfolgten den Wettbewerb, später kamen die Frauen mit 2,86 Millionen noch auf 26,5 Prozent. Bei den 14- bis 49-Jährigen waren starke Werte von 21,1 und 18,8 Prozent drin.

Die Tagesmarktführerschaft war dem Ersten am Samstag daher letztlich nicht zu nehmen: Mit 14,2 Prozent lag der Sender beim Gesamtpublikum über einen Prozentpunkt vor dem ZDF und auch beim jungen Publikum gab's mit 12,4 Prozent die klare Marktführerschaft. RTL kam mit 8,7 Prozent auf den zweiten Rang, ProSieben wurde mit 7,4 Prozent Dritter.

Quelle für alle Daten in diesem Artikel: AGF Videoforschung in Zusammenarbeit mit GfK ; videoSCOPE 1.4, Marktstandard: TV