
Am 24. Februar 2022 hat Russland die Ukraine überfallen und angegriffen. Seitdem vergeht kaum ein Tag mit neuen Schlagzeilen über den Krieg. Am 24. Februar 2023 gab es daher vermehrt Sondersendungen im deutschen Fernsehprogramm – zum Start in die Primetime zum Beispiel gleich mehrere. So sendete Das Erste ab 20:15 Uhr einen 15 Minuten langen "Brennpunkt", der auf 11,1 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen. Kam – insgesamt sicherte sich das Informationsprogramm 3,21 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer und somit 11,6 Prozent. Im Vorfeld hatte die "Tagesschau" allein linear im Ersten 4,37 Millionen Menschen auf den aktuellen Stand gebracht.
Auch Sat.1 sendete am Freitag eine Sondersendung rund um die Situation in der Ukraine. Doch gegen den "Brennpunkt" kam das von Claudia von Brauchitsch präsentierte und um 20:07 Uhr gestartete Format nicht an. Eine halbe Million Menschen schauten im Schnitt zu, die "Sat.1 Nachrichten" hatten in den Minuten vorher im Schnitt 680.000 Personen informiert. Entsprechend sanken die Gesamtmarktanteile von 2,6 auf 1,8 Prozent, bei den 14- bis 49-Jährigen ging es von 3,4 auf 2,6 Prozent nach unten.
Welt sendete indes ab kurz nach 20 Uhr die Reportage "Blutvergießen im Herzen Europas", die linear auf rund 100.000 Zuschauerinnen und Zuschauer kam. Ermittelt wurden 0,4 Prozent Marktanteil beim Publikum ab drei Jahren, bei den 14- bis 49-Jährigen wurden 0,5 Prozent erreicht. Höhere Zahlen erreichte indes eine Rede des ukrainischen Präsidenten Selenskyj ab 9:15 Uhr: Rund 140.000 Menschen sahen diese im Welt-Programm. Hier generierte der in Berlin sitzende Nachrichtensender gute 3,2 Prozent Marktanteil insgesamt, zweieinhalb Prozent waren es bei den Jüngeren.
Das ZDF berichtete derweil ab kurz vor halb elf von einer zentralen Veranstaltung zum Jahrestag des Überfalls; die rund 45 Minuten lange Sendung sahen im Schnitt 440.000 Menschen – gemessen wurden hier 9,1 Prozent Marktanteil bei allen. A pro pos ZDF: Dort liefen am Freitag – wie erwartet – die meistgesehenen Programme. Eine um 20:20 Uhr gestartete Folge von "Der Staatsanwalt" sicherte sich nämlich im Schnitt 6,14 Millionen Zuschauende (22,1%), die "SOKO Leipzig" schloss sich mit ebenso starken 5,08 Millionen (19%) an. Am späteren Abend holten "heute-show" und "ZDF Magazin Royale" 3,73 und 1,71 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer.
Das Erste sendete indes ab kurz vor halb zwölf Uhr abends "Stimmen aus dem Krieg", das sich im Schnitt linear 0,55 Millionen Menschen ansahen - die gemessene Quote im Gesamtmarkt lag nur bei 4,3 Prozent. Ab 20:30 Uhr hatte auch der Re-Run des Films "Das Kindermädchen: Mission Kanada" mit zehn Prozent und rund 2,7 Millionen zusehenden Personen keine allzu guten Werte eingefahren.
Quelle für alle Daten in diesem Artikel, sofern nicht anders vermerkt: AGF SCOPE 1.9; Marktstandard: Bewegtbild; vorläufig gewichtete Daten; Tages-MA: Auswertungstyp TV-Zeitintervall; nutzungsbezogen; Sendungsdaten: Auswertungstyp TV; produktbezogen;
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