
Seit Wochen hat Das Erste die Ausstrahlung einer großen Doku rund um Franz Beckenbauer für den 8. Januar geplant. Am Ausstrahlungstag platzte dann die Meldung herein, dass der Kaiser am Sonntag verstarb. Die "Bild" machte aus diesem Umstand einen eigenen Artikel ("Das unheimliche Doku-Timing der ARD"). Und es ist davon auszugehen, dass die Umstände nun noch ein paar Menschen dazu bewegt haben, in die Doku reinzuschauen.
Im Schnitt sahen sich 4,02 Millionen Menschen den Film mit dem Titel "Beckenbauer" ab 20:30 Uhr an, das entsprach 14,5 Prozent Marktanteil. Der "Brennpunkt" zu den Bauernprotesten erreichte zuvor noch 4,60 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer sowie 16,5 Prozent, bei der "Tagesschau" waren noch einmal rund eine Million Menschen mehr dabei. Beim jungen Publikum schaffte Das Erste das Triple: Die zwei News-Sendungen sowie die Doku belegten die ersten drei Plätze der meistgesehenen Sendungen bei den 14- bis 49-Jährigen, "Beckenbauer" brachte es auf richtig starke 14,4 Prozent.
Insgesamt musste sich Das Erste aber recht deutlich dem ZDF geschlagen geben. Ein neuer "Nord Nord Mord"-Fall erreichte eine mehr als doppelt so hohe Reichweite wie "Beckenbauer". 8,40 Millionen Menschen sahen sich den Krimi zur besten Sendezeit an, das führte zu fantastischen 30,2 Prozent. Bei den 14- bis 49-Jährigen erreichte der Film ebenfalls sehr gute 11,6 Prozent und lag hinter "Beckenbauer" noch vor allen Sendungen der Privaten.
Am Vorabend widmete sich das ZDF übrigens auch Franz Beckenbauer. "Beckenbauer - Triumphe, Affären und Skandale" erreichte dabei sogar mehr Zuschauerinnen und Zuschauer als die ARD zur besten Sendezeit, 4,43 Millionen Menschen sahen hier zu und sorgten insgesamt für 16,8 Prozent Marktanteil. Ein "ZDF Spezial" zu den Bauernprotesten sahen davor 3,53 Millionen. Darüber hinaus gab es im Ersten und beim ZDF am Vorabend zwei erfolgreiche Rückkehrer: "Morden im Norden" brachte es auf 3,32 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer sowie 14,7 Prozent Marktanteil. Im ZDF kam "SOKO Hamburg" sogar auf glatt 20 Prozent, hier sahen 3,82 Millionen Menschen zu.
Quelle für alle Daten in diesem Artikel, sofern nicht anders vermerkt: AGF SCOPE 1.9; Marktstandard: Bewegtbild; vorläufig gewichtete Daten; Tages-MA: Auswertungstyp TV-Zeitintervall; nutzungsbezogen; Sendungsdaten: Auswertungstyp TV; produktbezogen;
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