Quelle der Daten für diesen Artikel: AGF Videoforschung

Drei Tage vor dem Start der Fußball-Europameisterschaft in Deutschland hat das ZDF zur besten Sendezeit mit "Das letzte Tabu" eine Dokumentation gezeigt, die homosexuelle Fußballer in den Fokus gerückt hat. Collin Martin oder Mick Morton kamen in den rund 90 Minuten genauso vor die Thomas Hitzlsperger. Das Interesse an der Doku fiel aber nicht nur sehr, sondern auch überraschend gering aus. Das ZDF verbuchte am Dienstagabend genauer gesagt eine der schwächsten Reichweiten um 20:15 Uhr der jüngeren Vergangenheit. Nur 1,08 Millionen Personen ab drei Jahren schauten zu – das hatte 4,6 Prozent Marktanteil zur Folge. Davon waren rund 160.000 zwischen 14 und 49 Jahre alt, auch hier lief es mit nur 3,3 Prozent gar nicht gut.

Zum Vergleich: Im Vorfeld kam eine alte Folge der "Rosenheim-Cops" auf 16,5 Prozent Marktanteil, rund 3,37 Millionen Menschen schauten zu. Das "heute journal" im Anschluss steigerte sich auf 2,36 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer, die Quote wurde mit dann 10,5 Prozent mehr als verdoppelt.

Bei den Jüngeren gefragter als "Das letzte Tabu" war übrigens der im Kabel-Eins-Programm aufzufindende Spielfilm "Das Wunder von Bern" mit im Schnitt 6,7 Prozent bei den klassisch Umworbenen. Insgesamt sahen 750.000 Menschen die etwa zweieinhalbstündige Ausstrahlung. "Fußball ist unser Leben" sicherte sich am späteren Abend noch etwas mehr als vier Prozent beim kommerziell relevanten Publikum

Zurück aber zum ZDF, wo nach 22:15 Uhr eine neue "Anstalt" lief, dem Ensemble der Sendung gehört nun ja Maike Kühl fest an. Claus von Wagner pausiert. 1,56 Millionen Menschen ab drei Jahren schauten zu, mit 8,4 Prozent Marktanteil war die Quote ebenfalls ausbaufähig. Gut schlug sich das ZDF dann erst ab kurz nach 23 Uhr, denn "Markus Lanz" ließ die Marktanteile insgesamt auf 15,4 und bei den Jüngeren auf 9,1 Prozent steigen.

Der Tagessieg ging indes an Live-Sport im Ersten. Fast 4,9 Millionen Menschen sahen die Primetime-Übertragung der Leichtathletik-EM – mit 22,1 Prozent Marktanteil bei allen und 17,3 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen gab es an den Bildern kein Vorbeikommen. Stark gefragt war auch schon die um zehn Uhr begonnene Strecke – bis 15 Uhr sendete Das Erste live aus Rom und sicherte sich damit tagsüber 20,7 Prozent Marktanteil beim Publikum ab drei Jahren und etwas mehr als elf Prozent bei den Jüngeren. Im Schnitt sahen tagsüber 1,3 Millionen Personen zu.

Quelle für alle Daten in diesem Artikel, sofern nicht anders vermerkt: AGF SCOPE 1.5; Marktstandard: Bewegtbild; vorläufig gewichtete Daten; Tages-MA: Auswertungstyp TV-Zeitintervall; nutzungsbezogen; Sendungsdaten: Auswertungstyp TV; produktbezogen;