Quelle der Daten für diesen Artikel: AGF Videoforschung

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat am Mittwoch ihr zweites Gruppenspiel bestritten und gegen Ungarn gewonnen, damit steht das Team von Julian Nagelsmann vorzeitig im Achtelfinale. Das Interesse am Match war riesig: 23,89 Millionen Menschen sahen alleine im Ersten zu, der Marktanteil lag bei 76,7 Prozent. Damit konnte Das Erste sogar noch die Auftaktquoten übertreffen: Das Spiel gegen Schottland verfolgten vor einigen Tagen 22,49 Millionen Menschen im ZDF. Dass es jetzt noch etwas mehr waren, ist durchaus ein wenig überraschend, schließlich wurde die Partie gegen Ungarn bereits um 18 Uhr angepfiffen - und nicht wie das Schottland-Match um 21 Uhr. 

Ganz offensichtlich sind aber weite Teile des Landes im EM-Fieber und hoffen auf ein deutsches Fußball-Wunder. Und die erwähnten 23,89 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer sind ja auch nur die halbe Wahrheit: Übertragen wurde das Spiel schließlich auch bei MagentaTV. Die Reichweiten dort sind noch nicht in den Zahlen eingerechnet und auch solche Menschen, die das Spiel via Public Viewing gesehen haben, sind nicht durch die klassische Quotenmessung erfasst. 

Bei den 14- bis 49-Jährigen war die Partie im Ersten ebenfalls drückend überlegen: Alleine aus dieser Altersklasse stammten 8,35 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern, was einen exorbitant hohen Marktanteil in Höhe von 86,6 Prozent entsprach. Bereits mit der Vorberichterstattung lockte Das Erste 4,46 Millionen Menschen an, was zu 32,1 bei allen und 42,3 Prozent Marktanteil bei den jungen Zuschauerinnen und Zuschauern führte. 

Das Abendspiel zwischen den deutschen Gruppengegnern Schottland und der Schweiz war dann naturgemäß nicht mehr so stark nachgefragt, aber noch immer sehr stark. 11,38 Millionen Menschen sorgten hier für 45,8 Prozent Marktanteil. Beim jungen Publikum wurden sogar 59,2 Prozent gemessen. Das "Kneipenquiz" holte später noch 26,1 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen. 

Ein drittes Spiel der EM ist am Mittwoch bei RTL zu sehen gewesen: Am Nachmittag trafen Kroatien und Albanien aufeinander. Das sahen sich 2,69 Millionen Menschen in Halbzeit eins an, 4,04 Millionen waren es während den zweiten 45 Minuten. Mit der zweiten Halbzeit brachte es RTL so auf starke 44,9 Prozent Marktanteil in der klassischen Zielgruppe und auch die Nachberichte waren angesichts von 25,5 Prozent sehr gefragt. Aber schon "Unter Uns" lag dann nur noch bei 5,3 Prozent - viele Zuschauerinnen und Zuschauer waren da wohl schon längst zum Ersten gewechselt. 

Quelle für alle Daten in diesem Artikel, sofern nicht anders vermerkt: AGF SCOPE 1.5; Marktstandard: Bewegtbild; vorläufig gewichtete Daten; Tages-MA: Auswertungstyp TV-Zeitintervall; nutzungsbezogen; Sendungsdaten: Auswertungstyp TV; produktbezogen;