Gerade erst wurde "Princess Charming" in der Kategorie "Beste Realityshow" für den Deutschen Fernsehpreis nominiert. Doch unter die Freude über die Nominierung mischt sich bei den Macherinnen und Machern der Produktionsfirma Seapoint auch Enttäuschung. Der Grund: Eine Fortsetzung der lesbischen Datingshow ist vorerst nicht geplant, auch wenn RTL im vorigen Jahr öffentlich noch VoD-Rekorde bejubelte. Nachdem Producerin Yvonne Plume die Entscheidung des Senders in einem LinkedIn-Posting öffentlich gemacht hatte, bestätigte ein RTL-Sprecher auf DWDL.de-Anfrage, dass aktuell keine neue Staffel geplant sei. Ausgeschlossen sei ein Comeback in der Zukunft aber nicht.

"Princess Charming" hat damit aber immerhin das Original überlebt: Mit "Prince Charming" hatte der RTL+-Vorgänger TVNow einst zunächst die erste schwule Datingshow nach Deutschland gebracht, der jedoch nach drei Staffeln und dem Spin-Off "Charming Boys" schon vor vier Jahren zu Ende ging. "Princess Charming" wiederum startete 2021 und brachte es seitdem auf fünf Staffeln - die bislang letzte wurde im Sommer 2025 ausgestrahlt und machte nicht zuletzt mit einem vorzeitigen Abbruch Schlagzeilen, nachdem sich die "Princess" in eine Kandidatin verliebt hatte, die ihr jedoch einen Korb gab.

Seither wurde es still um die Datingshow, deren erste Staffel einst schon einmal mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet worden war. In einem LinkedIn-Posting schrieb Producerin Yvonne Plume nun, die neuerliche Nominierung fühle sich "wie eine unglaublich schöne Wertschätzung an". Gleichzeitig trauere sie. "Um ein Format, das Sichtbarkeit geschaffen hat. Um Geschichten und Begegnungen, die Menschen bewegt haben. Um eine queere Perspektive, die im deutschen Fernsehen in dieser Form einmalig war und es meiner Meinung nach noch immer ist", so Plume.

Für die Produktionsfirma Seapoint ist das vorläufige Ende von "Princess Charming" ein weiterer Rückschlag, nachdem gerade erst bekannt geworden war, dass man ab 2028 auch den Auftrag für die Produktion von "Let's Dance" verlieren wird, weil BBC Studios die Tanzshow künftig selbst produzieren will (DWDL.de berichtete).